Im Bezirk Ásahreppur im südisländischen Rangárþing ytra soll ein Hotel mit 220 Zimmern und Badelagune, sowie 165 Hütten erbaut werden. Hinter dem Projekt auf den Ländereien Ásmúlasel, Ásmúli 1B und Ásmúli 1C am See Hrútsvatn und ganz in der Nähe des Ortes Hella steht das Unternehmen Steinar Resort ehf., berichtet das Bændabláðið.
Bevölkerung ist dagegen
Bei einer sehr gut besuchten Informationsveranstaltung am 3. Oktober gab es von den Anwohnern vor allem Protest gegen das Projekt zu hören. Am meisten stiessen die Leute sich an der Tatsache, dass die Bautätigkeit ein hohes Verkehrsaufkommen und Schwerlastverkehr bringt, und das in unmittelbarer Nähe bekannter Pferdezuchten und Trainingsanlagen.
Bürgermeister Valtýr Valtýsson sagte dem Morgunblaðið gegenüber, keiner der Besucher sei begeistert gewesen. Die meisten machten sich vielmehr grosse Sorgen über die Auswirkungen, die das Mammutprojekt mit sich bringe. Man habe entschieden, dem Unternehmen die Gelegenheit zu geben, seine Ideen vorzustellen, bevor man einen Schritt weiter gehe. Für die Verwirklichung müssten schliesslich sowohl Rahmenplan als auch Bebauungsplan geändert werden.
Pferdeland Ásahreppur
Im September letzten Jahres lebten 321 Personen im Ásahreppur. „Man muss schauen, ob die Infrastruktur der Gemeinde diesen Aufbau stemmen kann,“ sagte Valtýr. „Und dann ist die Einstellung der Bevölkerung extrem wichtig. Das ist ja landwirtschaftlich genutztes Gebiet, wo viel Pferdezucht und Reitsport betrieben wird, da gibt es viele Gesichtspunkte, die berücksichtigt werden müssen.“
Das Bauvorhaben soll im Sommer 2026 beginnen und ist in Phasen vorgesehen. Für die Badelagune soll nach heissem Wasser gebohrt werden. Die 88 Beschäftigten sollen in 55 Mitarbeiterwohnungen unterkommen, in denen ein Wohnsitz angemeldet werden darf.
400 Hotelzimmer an der Ringstrasse
Steinar Resort ehf. arbeitet derzeit an einem weiteren Hotelprojekt in vergleichbarem Umfang an den Eyjafjöll. Auf dem Hof Steinar gleich an der Ringstrasse soll ein Hotel mit 200 Zimmern entstehen.
Auf dem eigenen Landbesitz Skríða im Hornafjörður will das Unternehmen ein Hotel mit 200 Zimmern, Badelagune und 90 Hütten errichten, sowie 10 wohnsitzgenehmigte Mitarbeiterwohnungen. Das Hotel soll 860 Gästen Unterkunft in gehobener Klasse bieten, in den Hütten können 400 Gäste unterkommen. 150 Mitarbeiter sind für den Betrieb vorgesehen, der grösste Teil soll in Höfn wohnen, wo ebenfalls Wohnraum geschaffen wird.







