In der 46-köpfigen Delegation, die zur UN-Klimakonferenz COP29 nach Baku in Aserbaidschan fährt, sitzt kein einziger isländischer Politiker, berichtet Vísir. Die Klimakonferenz läuft von 11. bis 22. November und endet damit acht Tage vor den Parlamentsneuwahlen in Island.
Nur zwei Delegierte des Umweltministers
Die offizielle Delegation besteht aus 10 Personen, die Hälfte von ihnen kommt aus dem Ministerium für Klima, Umwelt und Energie, drei Vertreter kommen vom Aussenministerium, dazu ein Experte der Umweltbehörde und ein Vertreter des Landesverbandes der Jugendvereine, ausserdem zwei Vertreter der NATO, die das Aussenministerium schickt.
Nur zwei Delegierte aus dem Umweltministerium werden an der gesamten Konferenz teilnehmen.
Schliesslich zählen vier Vertreter von öffentlichen Einrichtungen und Umweltschutzverbänden zur Delegation, sowie ein Vertreter der isländischen Zentralbank.
Mehr Wirtschaft als Umwelt
Der grösste Teil der isländischen Delegation, oder 20 Personen, kommt aus der Wirtschaft, von den Unternehmen Carbfix, Grænvangur, den Ingenierbüros EFLA und Verkís, sowie den Energiekonzernen Landsvirkjun, Orka Náttúrunnar und Orkuveitan. Die Namensliste findet man hier.
Ausserdem fahren 10 Freiwillige mit, die am Stand der internationalen Initiative für das Kryosphärenklima tätig sein werden, eine Initiative, die gegen den Klimawandel in den Schnee- und Eisregionen der Welt kämpft. Sie können der Konferenz nur beiwohnen, wenn sie sich über ein COP-Land registrieren. Es wird hervorgehoben, dass diese Freiwilligen nicht im Namen Islands unterwegs sind.
Bei den letzten Weltklimakonferenzen etwa in Dubai oder Schottland hatte die ehemalige linksgrüne Premierministerin Katrín Jakobsdóttir fast immer teilgenommen und Reden gehalten.

