Zwergwale und Finnwale in Island und Deutschland großes Thema Skip to content

Zwergwale und Finnwale in Island und Deutschland großes Thema

Fischerei- und Landwirtschafts-Minister Sigurður Ingi Jóhannsson setzte am Freitag die Entscheidung seines Vorgängers Steingrímur J. Sigfússon, das Schutzgebiet für Zwergwale in der Bucht Faxaflói vor Reykjavík auszudehnen, außer Kraft und gab dem Gebiet, in dem Zwergwale gejagt werden dürfen, seine vorherige Größe zurück.

whalewatching_ipaThemenfoto: Icelandic Photo Agency.

Sigurður unterstrich seine Entscheidung durch die Erklärung, Steingrímurs Entscheidung sei „weder auf wissenschaftliche Gesichtspunkte gestützt, noch auf die Interessen der Walfänger in der Gegend“. Sigurður verwies auch darauf, dass 80 Prozent der Zwergwale innerhalb der Schutzzone gefangen würden, die Steingrímur zu schaffen versuchte, berichtet Fréttablaðið.

„Es gibt aber auch keine wissenschaftlichen Argumente für die Verkleinerung des Schutzgebiets“, erklärte Rannveig Grétarsdóttir, Chefin des Walbeobachtungs-Unternehmens Elding. „Das ist ganz einfach Politik“, kommentierte sie.

Rannveig fügte hinzu, in den beiden zurückliegenden Monaten, in denen das Schutzgebiet größer war, seien die Zwergwale außergewöhnlich zahm gewesen und auf jeder Walbeobachtungs-Tour gesichtet worden.

Gunnar Bergmann Jónsson, Geschäftsführer des Walfang-Unternehmens Hrefna, sagte, er habe sein Walfangboot Hrafneyður von Nord-Island aus betreiben müssen, nachdem das Schutzgebiet ausgeweitet wurde.

„Aber nun, nach dieser Entscheidung, wird ein weiteres Walfang-Unternehmen in der Faxaflói arbeiten“, fügte er hinzu und gab bekannt, dass der Walfang in der Bucht wahrscheinlich noch diese Woche wieder aufgenommen wird. Hrafneyður wird wohl im August wieder im Südwesten tätig sein.

Gunnar betonte gegenüber RÚV, alle Wale seien weit entfernt von Walbeobachtungs-Booten gefangen worden, und erklärte, es habe keinerlei Zusammenstöße der beiden Industriezweige gegeben.

Die Fangquote für Zwergwale beträgt in dieser Fangsaison 229 Tiere.

Inzwischen hat der kommerzielle Fang von Finnwalen in Island den Protest von Greenpeace geweckt.

In Hamburg demonstrierten Greenpeace-Anhänger, als ein Frachter mit Walfleisch aus Island festmachte. Das Schiff sollte sechs Container voller Walfleisch von Rotterdam nach Japan bringen.

Greenpeace-Aktivisten näherten sich dem Schiff in aufblasbaren Booten. Die Demonstranten hatten Spruchbänder, auf denen sie das Ende des Walfangs, ein Verbot des Transports von Walerzeugnissen über Deutschland und das Verbot von mit Walfang befassten Unternehmen forderten, wie ruv.is berichtet.

Laut Jörg Feddern von Greenpeace Deutschland folgten die Demonstranten dem Boot in den Hafen, versuchten aber nicht, ihn an der Einfahrt zu hindern.

Niederländische Behörden haben bereits vergangenen Monat erlassen, dass Walprodukte nicht mehr über Häfen des Landes verschifft werden dürfen.

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