Zwergschule steht vor der Schliessung Skip to content

Zwergschule steht vor der Schliessung

Alles sieht derzeit danach aus, als ob die Familien von vier der fünf Kinder in Árneshreppur in den Westfjorden im Sommer wegziehen. Damit wird die Zwergschule der Gemeinde ihre Türen vermutlich schliessen.

Die Finnbogastaðaskóli ist seit 90 Jahren die lokale Schule für die Kinder der Region, sie blieb auch geöffnet als die Einwohnerzahl zeitweise auf 55 gesunken war. Derzeit besuchen fünf Kinder die Schule in Islands am dünnsten besiedelter und abgeschiedenster Region.

Die Gemeindevorsteherin Eva Sigurbjörnsdóttir sagte RÚV, alle Möglichkeiten seien geprüft worden, aber “Ein Grundstück steht bereits zum Verkauf, und ein weiterer Einwohner denkt über Verkauf nach, hat sich aber noch nicht entschieden. Auf beiden Höfen leben jeweils zwei Kinder, was die Hälfte der Schulklasse ausmacht. Und wenn der Alptraum wahr wird, dann ziehen alle Kinder im Herbst aus der Region weg.”

Wenn keine Familien mit Kindern zuziehen, wird nur noch ein Kind in der Schule übrigbleiben. “Ich denke das ist nicht in Ordnung, nur ein Kind in der Schule zu haben. Er oder sie könnte zwar die beste Ausbildung und den besten Service der Welt geniessen, aber es gäbe dennoch grosse Lücken, gesellschaftlich gesehen. Aber bislang ist das alles noch nicht 100 Prozent klar und wir suchen immer noch nach Wegen, die Schule offen zu halten.” sagt Eva.

Sie glaubt, das Hauptproblem der Gemeinde liege in seiner Unzugänglichkeit. “Die Gemeinde wird strassentechnisch durch die sogenannte G-Regel abgedeckt, das bedeutet dass die einzige Zufahrtsstrasse vom 1. Mai bis 20. März nicht geräumt wird. Im Sommer ist das ja kein Prolem, aber im Winter ist die Strasse oft völlig verschneit und unbefahrbar. Immerhin gibt es pro Woche zwei Flüge nach Reykjavík, das ganze Jahr über.”

Árneshreppur ist zweifellos wunderschön, ein sauberer und friedlicher Ort, und sicher könnten mehr Menschen überredet werden, sich dort ein Leben aufzubauen, wenn einige kleinere Veränderungen durchgeführt würden. Das hofft Eva jedenfalls. Eine wachsende Tourismusindustrie und ein geplantes Wasserkraftwerk am Fluss Hvalá versprechen zudem Arbeitsplätze.

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