Zuchtforellen tauchen in Flüssen auf Skip to content

Zuchtforellen tauchen in Flüssen auf

In einigen Flüssen in den Westfjorden sind Regenbogenforellen aufgetaucht. Dem Amt für Fischerei ist jedoch kein Fall von Auswilderung aus Aquakultur bekannt gegeben worden. Die Regenbogenforelle kommt in Island nicht vor, daher muss sie aus einer Aquakultur stammen, berichtet RÚV.

Guðni Magnús Eiríksson vom Amt für Fischerei meint, die Forellenart habe es bislang nicht geschafft, hier Fuss zu fassen, daher werde ihr Einfluss nur von kurzer Dauer sein. Anders sei das beim Zuchtlachs, der sich mit dem wilden Lachs paaren könne.

Er glaubt dass die Regenbogenforelle aus den Flüssen wieder verschwinden wird, entweder durch Befischung oder aus natürlichen Gründen.

Eine zweitägige Kontrollreise des Amtes in die Westfjorde zu Beginn des Monats brachte ans Licht, dass die Regenbogenforelle inzwischen in Flüssen in Patreksfjörður, Tálknafjörður, Arnarfjörður und Dýprafjörður zu finden ist. Vermutlich sei sie auch im Ísafjarðardjúp angekommen. Bislang habe man jedoch keine Exemplare in der Langadalsá und in der Hvannadalsá gefunden.

Guðni bezeichnete eine Auswilderung als ernste Angelegenheit. Ein Treffen mit der Veteriäraufsichtsbehörde MAST soll Ende der Woche folgen, wo man über Massnahmen sprechen will.

Aquakulturbetriebe sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Behörden ein Entweichen von Zuchtfischen in die Wildnis zu melden. Ein Tatbestand kann mit Gefängnis von bis zu zwei Jahren bestraft werden.

Jón Helgi Björnsson, der Vorsitzend des Anglerverbands, beklagt den Plan, noch mehr Aquakulturen in Island ansässig zu machen. Man habe der Regierung mitgeteilt, dass sich Regenbogenforellen inzwischen im ganzen Land in Flüssen finden lassen.

Für Guðni ist die Auswilderung von Zuchtlachsen ein grösseres Problem, in Norwegen habe sich gezeigt, dass der Zuchtlachs sich mit dem wilden Lachs vermischt. Hier in Island sei der Unterschied zwischen den beiden Arten grösser. Eigentlich wisse niemand, wie sich die Artenvermischung auswirke.

In Norwegen finden sich Jón zufolge in 60 Prozent der Wildlachspopulation Anzeichen von Durchmischung mit Zuchtlachs, die Art verliert mit der Zeit die Fähigkeit, in der Natur zu überleben.

Der Verband der Aquakulturbetreiber arbeitet einer Mitteilung zufolge nun mit dem Amt für Fischerei und der Veterinäraufsichtsbehörde daran, herauszufinden, wo die Regenbogenforellen herstammen. Gezüchtet wird sie an vier Orten in den Westfjorden, in zwei Betrieben im Önundarfjörður, im Dýrafjörður, Tálknafjörður und im Ísafjarðardjúp.

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