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Wichtiger archäologischer Fund

Kürzlich ist ein archäologischer Fund gemacht worden, welcher darauf hindeutet, dass Island früher als angenommen, nämlich um das Jahr 800 herum, besiedelt worden ist, schreibt Vísir. Eine über vier Wochen andauernde Ausgrabung im ostisländischen Stöðvarfjörður unter der Leitung von Bjarni F. Einarsson führte hochinteressante Funde zutage. Sie legen die Vermutung nahe, dass dort ein Langhaus kurz nach dem Jahr 800 errichtet worden war. Bislang war man davon ausgegangen, dass Ingólfur Arnason, Islands erster Siedler, im Jahr 874 nach Island gekommen war.

“Die C-14 Untersuchung zeigt eine Datierung kurz nach dem Jahr 800,” erklärte Bjarni. “Ich habe keinen Grund, der Analyse zu misstrauen.”

Zeichen menschlicher Besiedlung aus ähnlicher Zeit sind zuvor auch im Kvos, in Reykjavík, Hafnir, Reykjanes und in Húshólmi bei Krýsuvík gefunden worden.

“Wir haben eine Langhaus-ähnliche Struktur mit dicken Bodenlagen gefunden.” sagt Bjarni. Es gibt kein Langfeuer, aber ein Rundfeuer kommt an einer Stelle in Wandnähe in Sicht.

Die Fundstelle im Stöðvarfjörður ist interessant, weil der Fjord einen guten Hafen hat und der Ort den kürzesten Weg nach Norwegen und auf die Britischen Inseln hat.

“Die Struktur des Hauses ist typisch nordisch. Die Gegenstände sind von der gleichen Art wie im gesamten nordischen Raum gefunden wurden, wozu natürlich auch die Britischen Inseln gehören. Aber ob es von dort kommmt, oder von Norwegen oder Nordnorwegen, können wir noch nicht sagen.”

Mehrere achäologisch bedeutsame Gegenstände sind gefunden worden, wie etwa ein Schleifstein, Perlen und Scheiben. Ausserdem ein Ring und eine Silbermünze, die zu Konservierungszwecken noch vor dem Wochenende zum Nationalmuseum geschickt worden waren.

Ein Chalcedon den man vor Ort fand, beweist, dass die Menschen dort Untensilien aus Stein formten. Die dort lebenden Bewohner waren keine Steinzeitmenschen, erklärt Bjarni, denn sie wussten wie man Steine schneidet. “Das waren Menschen, die aus einer Umgebung kamen, wo dies normal war, wie etwa dem Norden Skandinaviens.”

Bjarni glaubt, es gebe mehrere Hinweise darauf, dass dies keine Siedlerfarm war, sondern ein Aussenposten, der als Vorgänger einer Besiedlung genutzt wurde, wie man es auch in Hafnir entdeckt hat.

“Auffallend ist ein Fehlen von Knochenfunden, wie in Hafnir. Daher vermute ich, dass die Leute dort keine Tiere hielten, sondern das Haus als saisonalen Wohnort nutzten, um die natürlichen Resourcen der Region auszubeuten.” spekuliert Bjarni.

Die Ausgrabung endete am vergangenen Wochenende, aber Bjarni hofft, dass es weitere finanzielle Mittel gibt, um das Projekt in den kommendne Sommern zu vollenden. Es ist auf mehrere Jahre veranschlagt.

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