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Weihnachten auf Island

Island, die Insel im Nordatlantik am Rande des Polarkreises, erlebt in der Weihnachtszeit die dunkelsten Tage des Jahres. Die Sonne lässt sich, wenn überhaupt, gegen Mittag sehen und verschwindet um halb vier wieder. In so manches Tal kehrt sie erst im Februar zurück.

christmasrvk_psDer Reykjavíker Dom. Foto: Páll Stefánsson.

Heiligabend beginnt in Island offiziell mit dem Glockengeläut des Reykjavíker Dom um 18 Uhr. Dann versammeln sich die Familien zum Festessen und danach werden die Geschenke ausgepackt und die Weihnachtspost geöffnet.

In vielen Familien gibt es geräucherten Schweinebraten, der nach dänischer Tradition mit Zucker glasiert und mit Ananas verziert wird.

Als Beilagen sind karamellisierte Kartoffeln, grüne Bohnen, Rotkohl und ein Salat aus Sellerie, Äpfeln, Trauben, Walnüssen und Sahne üblich. Eine beliebte Vorspeise ist Spargelcremesuppe. Zum Nachtisch wird oft selbstgemachtes Eis serviert.

Gebratenes Schneehuhn ist ebenfalls ein traditionelles isländisches Weihnachtsessen, das ursprünglich bei der ärmeren Bevölkerung auf den Tisch kam. Häufig wird heutzutage eine Gans gebraten und auch Rentiersteaks werden immer populärer.

Das traditionelle Weihnachtsgetränk ist jólaöl („Weihnachtsbier“), ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk aus Orangenlimonade und Malzbier. Allerdings ziehen immer mehr Erwachsene Wein vor.

Nach dem Dreigängemenü dürfen die unter dem Weihnachtsbaum gestapelten Geschenke aufgemacht werden. Es ist Tradition, dass Grußkarten erst anschließend geöffnet werden.

Vor Heiligabend muss das Haus von oben bis unten sauber gemacht und das Bettzeug gewaschen werden. Viele Isländer bekommen Bücher zu Weihnachten geschenkt. Wenn man sich nach Unterhaltung und Gesellschaftsspielen nach Mitternacht ins frisch bezogene Bett begibt, blättert man noch in den neuen Büchern.

Manche Isländer gehen an Heiligabend um 18 Uhr in die Kirche und essen später; andere besuchen eine Mitternachtsmesse. Viele gehen vor dem Festmal auf den Friedhof und zünden Kerzen auf den Gräbern von Angehörigen und Freunden an und gedenken ihrer.

Ein typisches Mittagessen am 24. Dezember ist Reispudding. Eine Mandel ist in der Schüssel versteckt und wer sie in ihrem Pudding findet, bekommt eine kleine Überraschung. In anderen Familien wird kalter Reispudding mit einer Mandel abends als Nachtisch serviert, so wie es in Dänemark üblich ist.

Am ersten Weihnachtstag wird ein großes Familienfest gefeiert und der zweite Festtag dient traditionell der Erholung.

Das Team der deutschen Ausgabe der Iceland Review Online sendet allen Leserinnen und Lesern herzliche Weihnachtsgrüße und wünscht ihnen ein friedvolles und harmonisches Fest.

bv

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