Vulkanische Ruhe an der Katla macht unruhig Skip to content

Vulkanische Ruhe an der Katla macht unruhig

Seit letzter Mitternacht haben sich nur noch etwa 20 Erdbeben am Vulkan Katla ereignet, am Vortag waren es 230 gewesen, von denen nicht wenige um die Stärke 3 gewesen waren. Der Journalist Gísli Einarsson war in der Region Vík unterwegs und berichtet, die seismische Unruhe erinnere Einheimische an das Vorspiel des Eyjafjallajökulls.

Sigþrúður Ármannsdóttir, Spezialistin für Naturkatastrophen beim isländischen Wetterdienst, sagte RÚV gegenüber, es sei unmöglich, den weiteren Verlauf vorherzusagen. Die elektrische Leitfähigkeit im Múlakvísl ist weiterhin sehr hoch, indes ist der Wasserpegel abgefallen.

Am Enta und am Grænafjöll sind neue Messgeräte installiert worden. Gegen 17 Uhr gab es zwei weitere Beben an der gleichen Stelle wie zuvor, und Kristín Jónsdóttir, Erdbebenspezialistin beim Wetterdienst, ist der Ansicht, dass die Sache noch nicht vorüber ist. “Die Beben sind ein Zeichen dafür dass Magma auf dem Weg durch die Erdkruste ist. Sobald die Magma dort hindurch und auf dem Weg nach oben ist, erwarten wir starke vulkanische Unruhe. Aber sowas haben wir bislang noch nicht gemessen,” erklärt sie.

Der Vulkanforscher Magnús Tumi Guðmundsson ist heute über den Vulkan geflogen. Veränderungen an der Oberfläche hatte er nicht feststellen können. “Der Gletscher weiss selber nicht, wann er ausbricht,” erklärte Magnús. “Die Magma steigt so schnell hoch, dass sie keine Hitze verbreitet.” Man sehe sie erst wenn sie durch das Eis bricht. Daher müsse man die Wasserpegel rund um den Vulkan genau überwachen, ebenso die Temperatur des Vulkans.

Unterdessen hat die Polizei nicht nur den Zugang zum Sólheimajökull gesperrt, auch beliebte Campingplätze wie Þakgil und die Region der Þórsmörk sind geräumt worden. Touristen erhalten im Fall eines Ausbruchs eine SMS der Notruflinie 112.

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