Vorsitzender der Unabhängigkeitspartei kritisiert Nordische Nachbarn Skip to content

Vorsitzender der Unabhängigkeitspartei kritisiert Nordische Nachbarn

Der Vorsitzende der isländischen Unabhängigkeitspartei Bjarni Benediktsson hat am Dienstag beim Treffen der Nordischen Länder in Stockholm die Behörden der nordischen Nachbarn scharf kritisiert und ihnen mangelnde Unterstützung zu Beginn der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr vorgeworfen.

Der Vorsitzende der isländischen Unabhängigkeitspartei Bjarni Benediktsson. Foto: Páll Stefánsson.

Benediktsson sagte, dass die Isländer fast alleine gegen den Rest der Welt gestanden hätten und nicht einmal von ihren nächsten Nachbarn unterstützt worden seien, als sie es am nötigsten gehabt hätten, hiess es in einem Bericht des Morgunbladid.

Die Nordischen Länder hätten sich vielmehr mit den Briten und Holländern verbündet und innerhalb des Weltwährungsfonds IWF zum Icesave-Disput auf ihre Seite geschlagen, beklagte Benediktsson. Die Isländer seien sehr enttäuscht über ihre nordischen Nachbarn, dass sie ihre Sache nicht unterstützt hätten. Keins der Länder hätte sich damit abgefunden, dass sein rechtlicher Disput nicht in internationalen Vereinbarungen geregelt werden dürfe. „Vielmehr haben sie zugeschaut, wie wir gezwungen waren, die Angelegenheit ohne dieses Recht zu regeln.“

Premierministerin Jóhanna Sigurdardóttir sagte in ihrer Rede vor dem Nordic Council, dass Island, sobald es Mitglied der EU sei, vor allem mit Staaten kooperieren will, denen demokratische Arbeitsmethoden und Transparenz innerhalb der EU, was Gleichheit, Menschenrechte und das Wohlergehen von Minderheiten angehen, wichtig seien.

„Wir möchten zu einer verstärkten Zusammenarbeit kleinerer Staaten beitragen und gleichzeitig betonen, wie wichtig die Solidarität unter allen Mitgliedsstaaten ist,“ sagte Sigurdardóttir.

„Mit Islands Mitgliedschaft wird man der Lage im Nordwestatlantik mehr Aufmerksamkeit schenken, und isländische Behörden werden immer bereit sein, die Interessen der Nationen in diesem Teil der Welt zu schützen. Eine EU-Mitgliedschaft wird uns unsere nächsten Nachbarn und Freunde nicht vergessen lassen, weil unser Lebensstandard zu grossen Teilen ähnlich hoch ist,“ versprach die Premierministerin.

Auf dem Treffen fanden Gespräche zwischen den Premierministern der Nordischen Länder und der Baltischen Staaten, sowie der Delegierten der Aaland Inseln, Färöer und Grönland statt. Unter anderem diskutierte man die nordische und europäische Kooperation, wirtschaftliche Angelegenheiten, Umweltbelange und Energiefragen.

Klicken Sie hier um mehr über Icesave zu lesen und hier um mehr über Island und die EU zu lesen.

Übersetzt von Dagmar Trodler.

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