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Video: Wale vorm Stranden gerettet

By Iceland Review

Eine Gruppe von mehr als 200 Pilotwalen ist am Samstag im südisländischen Innri-Njarðvík in Schwierigkeiten geraten. Viele der Wale wären wohl gestrandet, wenn Taucher und Freiwillige sie nicht zurück auf die offene See geleitet hätten.

Ein YouTube Video von nesmyndir.

„Diese Walart ist in dieser Jahreszeit in isländischen Gewässern zuhause, aber sie bleibt normalerweise in tieferem Wasser. Der Pilotwal ist ein Tiefseewal und gehört ins offene Meer,“ erklärt Gísli Víkingsson vom isländischen Meeresforschungsinstitut gegenüber dem Morgunblaðið.

„Es passiert regelmäßig, dass sie in solche Schwierigkeiten geraten, auch wenn das nicht normal ist. Manchmal vergehen Jahre oder Jahrzehnte zwischen solchen Vorfällen.“

Nach Angaben von visir.is sind sich Wissenschaftler nicht einig, warum die Wale so nah am Strand schwimmen. Manche glauben, dass sie Futter wie etwa die Makrele suchen, andere glauben eher, dass Störungen im Erdmagnetfeld die Wale von ihren Wegen ablenken, oder dass parasitäre Infektionen den Richtungssinn in ihrem Innenohr stören.

Gísli findet es unwahrscheinlich, dass die Wale krank waren. Er ist nicht mal sicher, ob sie sich auf Futtersuchen befanden.

„Es war eine große Gruppe Wale in jeder Alterstufe und Größe: Kälber, Mütter und erwachsene Bullen. Die Pilotwale sind eine sehr soziale Gattung, sie leben in solchen Gruppen,“ sagte Gísli dem Morgunblaðið.

Auf den Färöerinseln werden Pilotwale für den Verzehr getötet. In Island ist ihre Jagd illegal.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Njarðvík im Jahr 1957 und in Rif in 1982. Damals jedoch trieb man die Wale vollständig an Land und schlachtete sie dort.

Das letzte Mal, dass eine Gruppe Pilotwale so nah am Strand auftauchte, war im südisländischen Þorlákshöfn im Jahr 1986.

„Das passierte in der Nacht und die Wale waren bereits gestrandet als man sie entdeckte. Einige waren noch am Leben, die meisten jedoch bereits gestorben,“ erinnert sich Gísli.

„Man nutzte, was möglich war: die Faresen kamen und nahmen sich Fleisch, Teile wurden als Tierfutter verwendet, und manche Isländer aßen auch von dem Fleisch.“

Gestern Morgen wurde vermutlich die gleiche Gruppe von Pilotwalen vor Akranes in Westisland gesichtet. Zum zweiten Mal sind sie zurück auf die offene See getrieben worden.

Hier lesen Sie weitere Walgeschichten.

DT/ESA

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