Überfall mit rassistischem Hintergrund Skip to content

Überfall mit rassistischem Hintergrund

Nach Polizeiangaben ist vermutlich Rassismus die Wurzel der zwei Übefälle auf ein Haus in Reykjavík, in dem ein Vater und sein Sohn leben. Die Opfer sind Kubaner, die seit mehr als einem Jahrzehnt in Island leben.

Letzten Sonntag verhaftete die Polizei zwei Männer, die den Einbruch organisiert haben sollen. Einer der beiden wurde nach dem Verhör wieder freigelassen. Der andere Verdächtige, ein Mann in den Dreissigern, wurde bis Freitag in Haft genommen. Er ist wiederholt gewalttätig geworden.

policecar_ps
Foto: Páll Stefánsson/Iceland Review

Wie der stellvertretende Polizeipräsident der Hauptstadt, Hákon Sigurjónsson, mitteilte, war die Anordnung von Untersuchungshaft zur Aufklärung geboten. Der andere Mann hatte seine Verwicklung in den Fall angemessen erklärt und war deshalb freigelassen worden.

Der Fall begann mit rassischen Vorurteilen, unter denen die Freundin des siebzehnjährigen kubanischen Jungen durch einen Mitschüler am Kópavogur Bildungsinstitut zu leiden hatte.

Der junge Kubaner berichtete Fréttabladid, er habe die Schule letzten Donnerstag mit fünf seiner Freunde besucht, um mit dem Schulleiter zu sprechen. Andere sagten, er habe beabsichtigt, den Schüler zu treffen, der ihm über seine Freundin Drohungen hatte zukommen lassen.

Trotz einer verbaler Auseinandersetzung zwischen den sechs und dem Schüler, der ein Neffe des inhaftierten Mannes ist, kam es an der Schule zu keinen Handgreiflichkeiten.

Danach erhielt der kubanische Junge Drohanrufe des Verhafteten. Und schliesslich wurde am Samstag zweimal in sein Haus eingebrochen.

Wie Fréttabladid erfuhr, hält die Polizei den Inhaftierten für den Anführer des Überfalls.

Die Polizei glaubt auch, dass es die Absicht der Eindringlinge war, die Bewohner einzuschüchtern und in Angst zu versetzen. Sie seien nicht bewaffnet gewesen, hätten aber Werkzeuge mitgebracht.

Nach dem Überfall flüchteten Vater und Sohn ausser Landes und teilten RÚV später mit, sie seien von der Polizei zum Flughafen eskortiert worden.

Vizepolizeipräsident Sigurjónsson bezeichnet diese Behauptung als Missverständnis. Ein Polizeioffizier habe sie lediglich mitgenommen, weil er in Reykjanes, wo sich der Flughafen befindet, geschäftlich zu tun hatte. Die Polizei sei in keiner Weise an der Entscheidung der beiden, das Land zu verlassen, beteiligt gewesen.

Übersetzung: Bernhild Vögel

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter