Über den Kjölurpass zum Landsmót Skip to content

Über den Kjölurpass zum Landsmót

Gestern hat sich eine Gruppe aus sieben Reitern mit 40 freilaufenden Pferden im nordisländischen Akureyri auf den Weg zum Landsmót nach Hella in Südisland gemacht, berichtet hestafréttir.is. Die Gruppe ist die einzige, die einen so weiten Ritt zur größten Zuchtschau des Landes unternimmt.

Der Ritt soll über den Kjölurpass nach Süden führen und zurück über die Sprengisandurpiste gehen. Rittführer ist Tobías Sigurðsson, Teilnehmer sind Kjartan Helgason, Áslaug Kristjánsdóttir, Katrín Birna Barkardóttir, Birna Björnsdóttir, Bogi Hólm und Kristín Ragna. Getrosst werden sie von Hólgeir Valdemarsson.

Wenn Sie auf dem Kjölur mit dem Auto unterwegs sind und auf die Reiter treffen, fahren Sie bitte äußerst vorsichtig. Freilaufende Pferde sind in der Gruppe unberechenbar.

In den Anfangsjahren des Landsmót hestamanna, welches seit 1950 alle vier Jahre abgehalten wurde, sind alle Teilnehmer zur Zuchtschau in Thingvellir geritten. Wurde ein Zuchtpferd im LKW zum Turniergelände transportiert, galt das als besonders.

Noch heute sind Hochlandritte ein aufwendiger Spaß, weil Gepäck und Heu für die Pferde über weite Strecken transportiert werden muss. Geht man weiter in der Geschichte zurück, war ein Ritt durchs Hochland eine organisatorische Meisterleistung. Die Deutsche Ina von Grumbkow machte sich Anfang des letzten Jahrhunderts mit 22 Pferden und zwei weiteren Reitern auf den Weg von Süden in den Norden Islands. 16 Packpferde trugen Gepäck und Proviant in Transportkisten, die jeden Tag aus- und umgepackt werden mussten. Für die Sprengisandurpiste standen ihnen nur 3 Tage zur Verfügung, weil die Gruppe unterwegs kein Wasser fand und nicht genügend Heu mitnehmen konnte, also entsprechens schnell reiten musste, um die Strecke zu bewältigen. Im Norden angekommen, sollte der steinige Weg zur Askja eingeschlagen werden. Niemand wusste jedoch, ob in der Oase Herðubreiðarlindir, wo auf der Hälfte der Strecke gerastet werden sollte, genügend Gras für die Pferde gewachsen war. Wäre die Oase verdorrt oder verwüstet, was in Island jederzeit geschehen kann, hätte die Gruppe hungrig und ohne Pause nach Akureyri umkehren müssen.
Doch Inas Ritt verlief bis auf einige Planänderungen ohne Zwischenfälle. Ihre Reiseerinnerungen “Isafold – Reisebilder aus Island” sind eine spannende Lektüre nicht nur für Pferdemenschen.

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