Über 20 Energieoptionen in Island auf dem Prüfstand Skip to content

Über 20 Energieoptionen in Island auf dem Prüfstand

Der nationale Energieversorger Landsvirkjun prüft derzeit 22 Optionen zur Ausbeutung von geothermaler und Wasserenergie in ganz Island, an neun bzw. elf Standorten. Ein Windkraftwerk am Berg Búrfell ist eine weitere Option.

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Themenfoto: Geir Ólafsson.

Die geschätzte Energieausbeute durch eine Windkraftanlage beträgt 2 Megawatt. Die Wasserkraftwerke könnten 675 Megawatt erwirtschaften und die Geothermalanlagen 625 Megawatt. Alles zusammen würde sich auf eine Menge von 1.302 Megawatt belaufen, schreibt das Fréttablaðið.

Die nächsten Projekte von Landsvirkjun werden in der Geothermalregion Bjarnarflag und Þeistareykir in Nordostisland gebaut. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen drei oder vier Kraftwerke dort geplant.

Die Ausschreibungen für Bohrungen in bis zu drei Hochtemperaturbohrlöchern in Bjarnarflag sind im Juni veröffentlicht worden und das Projekt ist auf einem guten Weg.

Am Fluss Þjórsá River möchte Landsvirkjun schon seit Jahren drei Wasserkraftwerke bauen. Die Umweltverträglichkeitsprüfungen sind abgeschlossen und die Kraftwerke sind in den Generalplan der Gemeinden aufgenommen worden.

Diese Kraftwerke sind jedoch im Rahmenenergieprogramm des Landes vorerst ‚in Bereitschaft‘ zurückgestellt worden.

Umweltministerin Svandís Svavardsdóttir hat das Unternehmen gebeten, die Projekte nicht eher zu starten, bis das Rahmenprogramm fertiggestellt worden ist.

Der Vorsitzende von Samorka, der isländischen Vereinigung der Energie- und Wasserversorger, Gústav Adolf Skúlason findet es normal, dass Energieoptionen geprüft würden, auch wenn sie als im Rahmenenergieprogramm ‚in Bereitschaft‘ klassifiziert seien, während Umweltaktivisten die Bohrungen an der Þjórsá kritisierten.

„Trotz der Debatten und Gegnerschaft diese Projekte weiter zu betreiben zeugt von glaublicher Sturheit,“ kommentierte Sigþrúður Jónsdóttir, eine der Gründerinnen von Sól á Suðurlandi. Die Interessengemeinschaft bekämpft den Bau der geplanten Wasserkraftwerke an der unteren Þjórsá.

Ein weiteres von Landsvirkjun erneut geprüftes Energieprojekt ist das Skrokkölduvirkjun, welches Wasser von Hágöngulón nach Skrokkalda leiten soll, sowie ein Geothermalkraftwerk in Köldukvíslarbotnar bei Hágöngur. Die ersten Bohrungen dort sind bereits durchgeführt worden.

Hier lesen Sie mehr über Energiegewinnung in Island

DT

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