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Touristen kochten in der Kirche

Heute morgen mussten kanadische Touristen in Reykholt in Westisland aufgefordert werden, die Kirche zu verlassen, in der sie übernachtet und Essen zubereitet hatten, berichtet Vísir. Besondere Sorge bereitete Einwohnern die Tatsache, dass ein Campingkocher in der Holzkirche benutzt worden war. Die Kirche wird nun abgeschlossen, obwohl sie Zentrum der Gemeinde ist.

“Es ist absurd, dass man alles verbieten muss, was man selbstverständlicherweise nicht tun sollte,” sagte María Mack Vísir gegenüber.

Die Kirche in Reykholt ist nicht zum ersten Mal als Übernachtungsplatz in die Medien geraten. Im vergangenen Jahr überraschte Pastorin Hildur Björk Hörpudóttir Touristen in ihrer Kirche, die dort übernachtet und gekocht hatten.

In Reykholt gibt es zwei Campingplätze und jüngst wurde ein weiteres Gästehaus eröffnet. Das wilde Campen ist trotzdem beliebt, vor allem in den Aufforstungsgebieten ausserhalb des Ortes. Dort, so sagt María, sehe es furchtbar aus. Überall finde man menschliche Hinterlassenschaften und Toilettenpapier. “Das macht keinen Spass, dort Beeren zu suchen.” Der Campingplatzwart habe geklagt, so mancher Campertourist benutze nur die Sanitäranlagen des Campingplatzes, ohne dafür zu bezahlen. Im Winter hätten Touristen zwei Nächte in der Toilette des Campingplatzes zugebracht, obwohl man sie an das naheliegende Gästehaus auf einem Bauernhof verwiesen habe.

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