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Touristen drängen zum Bárðarbunga

Das Hochland nördlich des derzeit in Unruhe befindlichen Vulkans Bárðarbunga ist seit letzter Woche aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Wanderhütten im Gebiet waren evakuiert worden, als am Samstag fälschlicherweise eine beginnende Eruption unter dem Gletscher gemeldet worden war und man mit einer Gletscherflut rechnen musste.

Mitglieder der nationalen Rettungswacht ICE-SAR bewachen seitdem die Zufahrten zum gesperrten Hochland Tag und Nacht, berichtet visir.is.

In der Regel gehe es darum, die Leute über die Gefahren eines Vulkanausbruchs aufzuklären und sie davon abzubringen, die Sperrungen off-road zu umfahren. „Die Leute haben keine Vorstellung und glauben, ein Vulkanausbruch ist nur ein tolles Spektakel,“ sagt Stefanía Ragnarsdóttir, die im Nýadalur eine gesperrte Piste bewacht.

Erst die Neugier der Touristen habe den Wachdienst aus Sicherheitsgründen notwendig gemacht, schreibt visir.is. Trotz der Beschilderung und Sicherung durch Ketten versuchten Autofahrer, die Sperrungen zu umfahren, um in das Gefahrengebiet zu gelangen.

„Es ist unglaublich, wie unverschämt die Leute sind,“ sagte Jóhann Jóhannsson von der Rettungseinheit Dalbjörg im Eyjafjörður, der die Zufahrt zum Gæsavatnaleið bewacht, einer Hochlandpiste, die direkt zum Vatnajökull führt. „In der vergangenen Nacht haben wir einen ausländischen Touisten gestoppt, der zu allem entschlossen war und den Weg befahren wollte, ganz gleich wie.“

Da man nicht erwarte, dass die Leute die Sperrungen respektieren, nicht einmal wenn ein Fahrzeug der Rettungswacht den Weg versperrt, verbringe man eben Tag und Nacht vor Ort.

Das Verlassen von markierten Wegen (off-road fahren) ist in Island verboten und wird mit Geldstrafen von bis zu einer halben Million Kronen geahndet.

Paragraph 20,1+2 des isländischen Polizeigesetzes zufolge kann die Polizei isländische Staatsbürger zur Unterstützung heranziehen, um die öffentliche Sicherheit zu wahren. Es darf jedoch weder körperlich eingegriffen noch Eigentum angetastet werden. Den Anweisungen der Hilfskräfte ist in jedem Fall Folge zu leisten.

Die isländische Rettungswacht war im Jahr 1928 gegründet und 1999 mit weiteren Rettungsinheiten zusammengelegt worden. Sie ist mit etwa 18.000 Mitgliedern die größte Freiwilligenorganisation in Island.

Die an speziellen Schulen ausgebildeten Mitglieder werden für Einsätze zu Wasser und zu Land in der Regel vom Arbeitgeber freigestellt und erhalten für ihre Teilnahme an Rettungseinsätzen keine Bezahlung.

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