Tourismus, ein Raub an zukünftigen Generationen? Skip to content

Tourismus, ein Raub an zukünftigen Generationen?

Der scheidende Direktor des isländischen Amtes für Bodenschutz, Sveinn Runolfsson, äusserte harte Worte zum Thema Tourismus und Natur.

In den 60 Jahren, die er im Erosionsschutz tätig gewesen sei, habe Island seiner Beobachtung nach gelernt, mit der Natur zu arbeiten. Bis auf die Überweidung mancher Hochlandweiden ist er mit dem Zustand des Weidelandes im Grossen und Ganzen zufrieden. “Aber ich vermisse einen ausreichenden Erfolg in der nachhaltigen Landnutzung,” sagte Sveinn RÚV gegenüber.

Die Entwicklung der allgemeinen Landnutzung erfülle ihn mit Schrecken. “Mir scheint, dass der Tourismus die Natur des Landes okkupiert und das Land in gewisser Weise beschlagnahmt hat, vor allem die Naturperlen und das Land, welches sich in Staatsbesitz befindet. Allem voran, so finde ich, sind diese unglaublichen Zerstörungen durch den Tourismus ein Raub von Eigentum kommender Generationen,” sagte Sveinn.

Die meisten beliebten Touristenziele befänden sich ausserhalb geschützer Gebiete, wo demzufolge auch kein staatlich betriebener Naturschutz greife.

Es fehle beim touristischen Aufbau an praktischem Wissen und an Geldern für vernünftige Projekte. Sveinn kritisiert die zunehmende Verholzung der Natur durch Treppen und Aussichtsplattformen, auch wenn sie besser als nichts seien. Doch “leider sind manche Treppen so gebaut dass die Touristen lieber nebenher laufen als sie zu benutzen.”

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts