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Tolle Trolle bei den Kölner Kinderbuchwochen

By Iceland Review

Wenn es bei den Isländischen Kinder- und Jugendbuchwochen diese Woche auch um Trolle geht, kriegen die Kölner Kinder grosse Augen. Denn die isländischen Trolle sind nicht drollig, sondern riesengross und grottenhässlich.

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Manche Angehörige dieser Spezies, die heute vielfach als ausgestorben gilt, waren keine harmlosen Kreaturen; sie verspeisten vorzugsweise Knechte und erschreckten Kinder zu Tode.

Die Trollfrauen waren von Menschenmännern fasziniert, entführten sie gern und sperrten sie zu ihrem Zeitvertreib in ihren Höhlen ein. Und während die Elfen sich anstandslos christianisieren liessen, blieben die Trolle verstockte Heiden.

Doch so furchterregend wie in vielen Volkssagen und sogar manchen Sagas – man denke nur an den entsetzlichen Kampf, den der Sagaheld Grettir mit einem Trollweib zu bestehen hatte – sind die Trolle von Brian Pilkington nicht.

Unter seiner Feder verwandeln sie sich in friedliche und intelligente Wesen, die in Harmonie mit der Natur leben und sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen.

Brian Pilkington wird den Kölner Kindern von freundlichen Trollen erzählen, die es tatsächlich auch in einigen Volkssagen gibt.

In Wort und Bild schmückt er das Alltagsleben der Trollfamilien phantasievoll aus. Seine wunderschön hässlichen Trollgestalten sind bei Kindern äusserst beliebt.

Zwei gebürtige Briten sind in Island gegenwärtig die Hüter der isländischen Folklore. Während Terry Gunnell das Studium der Elfen und Trolle an der Universität Island in Reyjavík wissenschaftlich betreibt, ist der Illustrator Brian Pilkington für die kindergerechte Umsetzung zuständig. Und bei so einer schwierigen Materie wie „Alles über Trolle“ arbeiten die beiden eng zusammen.

Nicht einmal Isländer auf den Kanaren reagieren so empfindlich auf die Sonne wie die Nachttrolle, fanden die beiden Trollforscher heraus. Die angesichts des Sonnenlichts versteinerten Trolle werden Bestandteil der Natur, schlafen in grasbewachsenem Fels ebenso wie in Klippen mitten im Meer. Wann und ob sie wieder erwachen, ist ungewiss.

„Isländische Trolle“ und „Eine Riesen-Liebesgeschichte“ist bei Mál og Menning (Forlagid) in Reykjavík auch auf deutsch erschienen. Andere von Pilkington illustrierte Trollbücher wie „Der letzte Troll“ gibt es nur auf isländisch und englisch.

Hier finden Sie das Programm und hier einen weiteren Artikel zu den Isländischen Kinder und Jugendbuchwochen in Köln.

Bernhild Vögel

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