Südisländischer Farmer macht Pause Skip to content

Südisländischer Farmer macht Pause

Ólafur Eggertsson auf Thorvaldseyri am Fuss des Eyjafjallajökull hat beschlossen, seinen Hof für Getreideanbau und Milchwirtschaft im kommenden Sommer nicht zu bewirtschaften, weil Asche und Wasserfluten seinen Weiden zu grossen Schaden zugefügt haben.

Der Hof Thorvaldseyri in glücklicheren Zeiten. Foto: Páll Stefánsson.

Eggertsson sagte, er habe nie vorgehabt, die Landwirtschaft ganz aufzugeben oder von der Farm wegzuziehen. Er wolle unter den gegebenen Umständen nur pausieren. Der Boden brauche Zeit um sich zu erholen, zitiert ihn mbl.is.

„Mit der gegenwärtigen Aussicht ist es nicht vertretbar, Getreide und Gras anzubauen. Die Asche wird auch in den nächsten Monaten weiterhin vom Gletscher geweht und der Vegetation Schaden zufügen,“ sagte Eggertsson.

„Wir haben nicht vor, unser Vieh zu schlachten, aber wir müssen es an anderen Orten unterbringen. Unter Umständen wie den gegebenen, wo man nicht mal das Haus für längere Zeit verlassen kann, ist Landwirtschaft für Mensch und Tier unzumutbar.“

Thorvaldseyri ist seit über 100 Jahren im Besitz der Familie. Eggertssons Grossvater Ólafur Pálsson erwarb den Hof 1906, sein Sohn Eggert Ólafsson übernahm ihn und dessen Sohn Ólafur Eggertsson bewirtschaftet den Betrieb bis heute. Thorvaldseyri ist einer der grössten Getreideproduzenten Islands.

Seit etwa 50 Jahren wird auf Thorvaldseyri Getreide, hauptsächlich Weizen, angebaut, aber Eggertsson hat auch schon Rapsanbau für die Ölproduktion ausprobiert. Ausserdem betreibt er eine Milchwirtschaft mit 60 Michkühen und 130 Rindern.

Die Ländereien von Thorvaldseyri erstrecken sich über 1000 Hektar, von denen 150 Hektar genutztes Kulturland sind. Der Hof produziert seinen eigenen Strom aus geothermaler Energie. Eine heisse Quelle versorgt den Hof mit 66 Grad heissem Wasser für die Heizung und Haushaltsnutzung.

Eggertsson und sein Hof wurden weltweit bekannt durch sein Foto, welches zeigt, wie nah der Hof beim Vulkan liegt. Das Foto wurde in internationalen Printmedien abgedruckt.

Eggertsson hofft nun, dass das eingenommene Geld ihm über die wirtschaftlichen Schäden durch die Eruption hinweghelfen kann.

Klicken Sie hier, um Eggertssons aussergewöhnliches Foto anzuschauen.

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Übersetzung: Dagmar Trodler.

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