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Süchtige bestellen sich Dealer ins Krankenhaus

Die Mitarbeiter des Landeskrankenhauses Landspítali in Reykjavík, die Drogensüchtige behandeln, sagen, die Süchtigen seien in den vergangenen Jahren rücksichts- und achtloser hinsichtlich ihrer eigenen und der Gesundheit anderer geworden.

Landspítali ist im Vordergrund. Copyright: Icelandic Photo Agency.

Einige würden sogar Drogendealer in die Klinik bestellen, um an einen Schuss zu kommen, obwohl sie todkrank seien.

„Unter den Drogenkonsumenten kursieren Gerüchte, dass HIV-infizierte Süchtige andere mit benutzten Spritzen Drogen verabreichten“ äusserte Oberarzt Már Kristjánsson gegenüber Fréttabladid. „Die Rücksichtslosigkeit hat einen neuen Höchststand erreicht.“

Kristjánsson sagte, es vergehe kein Tag, an dem nicht ein bis vier Patienten auf der Station für Drogenprobleme behandelt werden müsse. Und am Ende des vergangenen Jahres wurden fünf neue HIV-Fälle, die mit Drogemissbrauch in Verbindung stehen, diagnostiziert.

Drogendealer wurden wiederholt von Patienten ins Krankenhaus bestellt, sogar ein Todesfall, der sich im Jahr 2007 auf der Station ereignet hat, geht auf einen solchen Vorfall zurück.

„Das Problem ist, dass die Station offen ist und direkt in eine andere Station übergeht, auf der ältere Leute wegen unterschiedlicher Krankheiten behandelt werden“, sagte Kristjánsson.

„Süchtige haben kein Problem, ein Treffen mit Drogendealern zu organisieren, und sie tun es trotz der Gefahr, aus dem Krankenhaus geworfen zu werden“, erklärte er.

In einem Zeitraum von sechs Jahren stieg der Prozentsatz an schwerkranken Drückern, die zur Behandlung im Landspítali sind, um 20 Prozent. Laut Schätzungen leben derzeit etwa 700 solcherart Drogensüchtige in Island.

Übersetzung: Gabriele Schneider.

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