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Studie: Anstieg von Lungenerkrankungen nach Vulkanausbruch

Menschen, die in der Nähe des im Jahr 2010 ausgebrochenen Vulkans Eyjafjallajökull leben, haben einer aktuellen Studie zufolge mehr mit Atemwegerkrankungen zu tun als andere. Diese Studie wurde beim Kongress der Europäischen Pulmologengesellschaft in Wien präsentiert.

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Der Eyjafjallajökull-Ausbruch. Foto: Páll Stefánsson.

Für die Studie wurden 1148 Bewohner aus der Vulkanregion untersucht, als der Ausbruch begann. Eine Vergleichsstudie wurde an etwa 500 Menschen aus Nordisland angestellt, berichtet visir.is.

Die Symptome der Bewohner des Ausbruchsgebietes spiegeln sich in schwerem Husten, Phlegma, laufender Nase und Augenreizungen wider. Je näher jemand in der Nähe des Vulkans lebt, desto schwere sind die Symptome.

Die Teilnehmer der Studie wurden sechs Monate nach dem Ausbruch aufgefordert, einen Fragenkatalog zu ihrem Wohlbefinden im vergangenen Jahr auszufüllen. Die Studie war von der Universität Island unter Leitung von Hanne Krage Carlsen durchgeführt worden.

Ihr zufolge ist die Untersuchung wichtig, um die Konsequenzen eines Vulkanausbruchs auf Betroffene der Region zu verstehen.

„Der Ausbruch des Eyjafjallajökull in Island gab uns die Möglichkeit, die gesundheitlichen Aspekte der Bewohner der Vulkanregion zu studieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Leben in Vulkannähe nach einem größeren Ausbruch das Risiko für Erkrankungen der Atemwege erhöht.

Auch wenn die langfristigen Folgen noch nicht absehbar sind, hat die Erkenntnis eine wichtige klinische Relevanz, weil das Gesundheitspersonal, das Menschen in einer solchen Situation betreut, mit einem Anstieg der Atemwegsprobleme rechnen muss.“, sagte sie.

Als der Eyjafjallajökull im April 2010 ausbrach, produzierte er eine riesige Aschewolke, die zu massiven Verkehrsbehinderungen in der europäischen Luftfahrt führte.

Hier finden Sie mehr Nachrichten in deutscher und englischer Sprache zu dem Ausbruch.

DT

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