Striptease-Verbot im Parlament diskutiert Skip to content

Striptease-Verbot im Parlament diskutiert

Gestern wurde im isländischen Parlament Althingi ein Verbot diskutiert, welches ab dem 1. Juli Striptease in Island verbieten soll.

Im Stripclub Goldfinger. Foto: Páll Stefánsson.

Eine Erhebung der Hauptstadtpolizei hatte ergeben, dass etwa 100 ausländische Frauen jährlich nach Island kommen, um in Striplokalen zu tanzen. Ob sie zu diesen Praktiken gezwungen werden, konnte nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, berichtet ruv.is.

Auf der Basis von Menschenrechten, dem öffentlichen Interesse und der Überwachung sollten Clubs keine Erlaubnis mehr erhalten, Striptease zu veranstalten.

Europäische Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen, die in Striplokalen arbeiten, oft Missbrauchsopfer aufgrund von Armut, Alkohol oder Drogenmissbrauch seien. In vielen Fällen sind sie auch Opfer von Menschenhandel und anderen kriminellen Machenschaften.

Der parlamentarische Ausschuss schlussfolgert, dass es nach den neuen Informationen der Poliezibehörden sehr wahrscheinlich ist, dass Frauen, die in isländischen Striplokalen arbeiten, die Menschenrechte nicht in vollem Umfang geniessen und möglicherweise Opfer von Menschenhandel und anderen Verbrechen sind.

Der Gesetzentwurf sieht daher die Abschaffung der Ausnahmegenehmigung vor, durch die es den Clubs möglich geworden war, mit Striptease Profit zu erzielen. Ein eindeutiges Verbot von Striptease und der Gewinnerzielung durch Nacktheit von Angestellten oder anderweitig Beschäftigten wird empfohlen.

Ásgeir Thór Davídsson, der Besitzer des Stripclubs Goldfinger in Kópavogur, sagte in einem Radiointerview auf Rás 2, dass er mit den Plänen zur Abschaffung der Ausnahmeregelung sehr unzufrieden sei.

Er verstehe nicht, warum die Leute Striptease immer mit Menschenhandel gleichsetzen. In seinem Club finde kein Menschenhandel statt, einige der Frauen, die in seinem Club beschäftigt seien, würden dort schon fünf oder zehn Jahre arbeiten, manche sogar noch länger.

Die Hälfte seiner Angestellten seien Isländer, sagte Davídsson. Andere würden in der Welt herumreisen und wieder zurückkommen, was sie ganz sicher nicht tun würden, wenn es in seinem Club kriminelle Machenschaften gäbe. Er sei sich absolut sicher, dass seine Angestellten zufrieden mit ihrer Arbeit seien.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter