Strafgefangene leiden unter der Wirtschaftskrise Skip to content

Strafgefangene leiden unter der Wirtschaftskrise

Laut mbl.is hat der wirtschaftliche Zusammenbruch vor einem Jahr zu einem dramatischen Rückgang der Produktion von Nummernschildern geführt. Die ersten Anzeichen für ein Nachlassen der Produktion zeigten sich bereits Anfang 2008, also noch vor der Krise, als die Importe von Neuwagen begannen, zurückzugehen.

Foto von Páll Stefánsson.

Vergangenen Monat wurden etwas mehr als tausend Kennzeichen in Litla-Hraun (dt.: Kleine Lava), dem grössten Gefängnis Islands, produziert. Im Vergleich dazu belief sich die Produktion in der ersten Hälfte des Jahres 2008 auf vier- bis sechstausend Kennzeichen im Monat.

Diese Zahl umfasst, zusätzlich zu den neuen Kennzeichen, auch auf speziellen Kundenwunsch hin massgeschneiderte Kfz-Kennzeichen sowie Ersatz-Nummernschilder für solche, die durch Vandalismus und Diebstahl zerstört wurden.

Auch sinkende Nachfrage in anderen Bereichen wirken sich auf Litla-Hraun aus. Zum Beispiel werden Pflastersteine nicht mehr im Gefängnis hergestellt.

Nach Aussage von Sigurdur Steindórsson, Abteilungsleiter in Litla-Hraun, wurden bereits grosse Anstrengungen unternommen, um andere Arten der Beschäftigung für die Insassen zu finden. Im Durchschnitt arbeiten täglich 30 Inhaftierte dort.

Ausserdem sind rund 30 Gefangene an einer weiterführenden Schule in Selfoss eingeschrieben. In Litla-Hraun büssen derzeit ungefähr 80 Insassen ihre Strafe ab.

Übersetzt von Gabriele Schneider.

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