Stinkender Rochen und Einkaufsrummel Skip to content

Stinkender Rochen und Einkaufsrummel

Heute ist der letzte Tag vor Weihnachten. In Island wird er Thorláksmessa genannt, nach dem isländischen Heiligen St. Thorlák. Man feiert ihn in Erinnerung an den Heiligen Islands, indem man die letzten Geschenke besorgt und vergorenen Rochen isst.

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Der Fischrestaurant Saegreifinn. Themenfoto: Páll Stefánsson.

Thorlákur Thórhallsson der Heilige war im 12. Jahrhundert Bischof in Skálholt. Er starb am 23. Dezember 1193, seit dem Jahr 1199 ist dieser Tag ein Feiertag. Papst Johannes Paul II sprach Thorlák den Heiligen im Jahr 1985 heilig und ernannte ihn zum Schutzpatron Islands.

Die katholische Kirche ist die drittgrösste Glaubensgemeinschaft in Island. Neun katholische Kirchen im ganzen Land bieten den Gläubigen Messen an.

Die Tradition, vergorenen Rochen zu essen, stammt aus den Westfjorden. Heute hat sich die Tradition über das ganze Land ausgebreitet. Die Fischdelikatesse wird mit gekochten Kartoffeln, steckrüben und hamsatólg, geschmolzenem Schaffett serviert.

Will man den starken Ammoniakgeruch des Fisches nicht in seinem Haus haben, kann man ihn in fast allen Fischrestaurants essen. Skata anzubieten wird immer populärer in isländischen Restaurants.

Isländer sind bekannt dafür, am 23. Dezember, dem letzten Einkaufstag vor Weihnachten, unglaubliche Geldsummen auszugeben. Damit jeder rechtzeitig alles besorgen kann, bleiben daher die Geschäfte heute bis 23 Uhr geöffnet.

Nach dem Einkauf trifft man sich dann in der Stadt mit Freunden, wünscht sich frohe Weihnachten, bewundert die Dekoration oder geniesst in den Cafés heisse Schokolade.

DT

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