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Spezialfahrzeuge im Einsatz am Múlakvísl

Ein Bus welcher für das deutsche Militär für den Wüsteneinsatz angefertigt worden war, wird nun genutzt, um Reisende über den Fluss Múlakvísl in Südisland zu bringen. Eine Gletscherflut aus dem Mýrdalsjökull hatte in der Freitagnacht eine Brücke über den Fluss zerstört und ein Loch in die Ringstrasse gerissen.

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Mýrdalssandur, wo Múlakvísl fliesst. Foto: Páll Stefánsson.

Der Bus bietet der Platz für 40 Leute. Inzwischen sind auch drei weitere Fahrzeuge bereit, Menschen und Waren über den Fluss zu setzen. Die Fahrer fanden gestern eine Furt, berichtet ruv.is.

Die Fahrzeuge können pro Fahrt 30 Menschen Platz bieten, sowie zwei kleinen PKW. Der Service wird gratis und für jedermann sein. Es soll keine Bevorzugung geben, ausser Polizei und Rettungsdienst halten es in Einzelfällen für notwendig.

Nur vier Exemplare des Spezialbusses existieren weltweit – einer von einen steht in Island, sagte Björn Sigurdsson aus Eyjafjördur, der das Fahrzeug geleast hatte, dem Morgunbladid.

Der Besitzer des Busses, Ágúst Gudjónsson lebt im nordwestisländischen Hólmavík, wo der Bus letzten Winter in Schneestürmen als Transportmittel zum Einsatz gekommen war.

„Wir kommen leicht über den Fluss, diesen Bus kann nichts stoppen. Er wiegt 12 Tonnen, wenn er leer ist. Die Strömung muss also schon wirklich stark sein, um ihn abzutreiben.“ erklärt Sigurdsson. Der Bus wurde 1981 vom Fahrzeughersteller Iveco gebaut.

„Er hat eine luftgekühlte Achtzylindermaschine, und die Reifen sind so gross wie bei einem Erdhobel. Das Chassis ist aus dickem Aluminium, und schusssicher, genauso wie die Fenster.“ beschreibt Sigurdsson sein Fahrzeug.

Die Initiative, das Fahrzeug zu nutzen, war von der isländischen Strassenwacht gekommen, um die Sicherheit in der Zone zu gewährleisten. Sigurdsson ist sicher, dass mit seinem Bus alles problemlos verlaufen werde.

„Es gibt nur einen Weg, den Fluss zu überqueren, bis die provisorische Brücke fertig ist. Busse können die Reisenden an den Ufern aufnehmen. Wir müssen dafür sorgen, dass der Tourismus reibungslos weiterlaufen kann,“ sagte Sigurdsson.

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DT

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