Servicezentrum verdeckt berühmten Wasserfall Skip to content

Servicezentrum verdeckt berühmten Wasserfall

Ein bis zu 2000 Quadratmeter grosses Servicezentrum soll am Seljalandsfoss in Südisland errichtet werden. Eine Landbesitzerin ist gegen den Plan und sagt, das Gebäude würde den Wasserfall verdecken.

Der Seljalandsfoss zieht viele Touristen an, im Jahr 2014 wurden 400.000 Besucher allein an dem Wasserfall gezählt, die meisten wandern dann das kurze Stück hinüber zum Gljúfrabúi-Wasserfall, der nur wenige hundert Meter weiter in einer Felsspalte verborgen liegt.

Die Toilettenanlage kann die hohen Besucherzahlen an den Wasserfällen nicht bewältigen, daher soll nun Abhilfe geschaffen werden. Im Flächennutzungsplan der Gemeinde ist ein Servicezentrum zwischen den beiden Wasserfällen geplant, das Zentrum könnte den Entwürfen zufolge eine Fläche von bis zu 2000 Quadratmeter bedecken und sieben Meter hoch werden.

Der Seljalandsfoss steht im Besitz von vier Eigentümern, und die angedachte Stelle für das Gebäude gefällt einem von ihnen überhaupt nicht, berichtet RÚV.

“Dieses Gebiet hier ist einzigartig, einzigartig schön, einzigartig in seiner Gesamtheit und es ist bislang noch unberüuhrt. Das ist unser grösster Schatz, solch unberührte Flecken Erde zu haben,” sagte Guðrún Ingibjörg Hálfdanardóttir, eine der Besitzerinnen des Hofs Ytra-Seljaland.

Seljalandsfoss, Gljúfrabúi und die Felsen dazwischen stehen auf der Liste der Naturdenkmäler, daher müssen sowohl die Umweltagentur als auch das isländische Planungsbüro den Bauplänen zustimmen.

Guðrún hat einen Videoclip anfertigen lassen, welcher die Landschaftsverschandelung eines solchen Zentrums demonstrieren soll. Das Aussehen des Gebäudes ist noch nicht festgelegt, sodass im Film nur ein beliebiger Baukörper zu sehen ist. Den Film findet man im Link.

“Wenn das Servicezentrum dorthin gebaut wird, dann wird dieses riesige Gebäude den Wasserfall verdecken, wenn man den Weg aus der Þórsmörk oder den Suðurlandsvegur entlangfährt. Und ein grosser Parkplatz mit vielen Autos, Reisebussen und viel Verkehr wird entstehen, das wird dann alles anders,” sagt Guðrún.

“Das ist immer so ein bisschen schwierig mit den Flächennutzungsplänen, wenn viele Beteiligte über diese Dinge nachdenken. Aber es ist klar, dass die Mehrheit der Landbesitzer mit im Boot ist, das Projekt zu anzupacken. Es ist auch klar, dass wir hohe Ansprüche für das Servicezentrum stellen, und wie es aussehen soll. Es wird also möglich sein wird, einen Baustopp zu erwirken, wenn da ein Gebäude entsteht, was dem Planungsausschuss oder dem Gemeinderat nicht gefällt,” sagte Ísólfur Gylfi Pálmason, der Gemeindedirektor des Rangárþing eystra.

Guðrún und die Mitbesitzer von Ytra-Seljalandi hatten vorgeschlagen, das Servicezentrum auf ihrem Land zu errichten.

“Wir haben auf dieses Gelände hier unterhalb des Brekkuhorn hingewiesen, welches in Frage kommen könnte, damit wäre die Sicht auf den Wasserfall in keinster Weise versperrt.” sagt Guðrún. Sie bestreitet vehement, dass es darum ginge, das Gebäude der Einnahmen wegen auf ihrem Land zu haben. “Nein, es geht nicht darum, es geht darum, dass wir im Zweifel für die Natur sind.”

Ísólfur Gylfi hingegen ist der Ansicht, dass das Gebäude unbedingt an dem vorgeschlagenen Ort entstehen müsse, damit die Besucher von beiden Wasserfällen es nutzen können. Für das Zentrum soll eine Betriebsgesellschaft gegründet werden, damit die Gemeinde nicht auf den Kosten des Aufbaus sitzen bleibt.

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