Schwefeldioxidwolke über Island Skip to content

Schwefeldioxidwolke über Island

Die Belastung durch den Schwefeldioxidausstoß an der Eruptionsstelle in der Holuhraun bleibt weiterhin hoch. Für heute ist mit einer Gaswolke im Norden und Osten des Landes zu rechnen, zum Abend hin soll der Wind drehen und die Wolke nach Süden in Richtung Höfn í Hornafjörður treiben.

Auch morgen ist mit einer Belastung südöstlich der Ausbruchsstelle zu rechnen. Die Emissionskarten der Wetterstation für heute (1. Karte) und morgen (2. Karte) finden Sie hier.

Hier finden Sie eine weitere Vorhersagekarte für die Gasausbreitung. Auf der Seite loftgaedi.is sind die jeweils aktuellen Messwerte zu finden.

Für die betroffenen Gebieten wird geraten, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten und die Heizung aufzudrehen. Von körperlichen Aktivitäten sollte derzeit abgesehen werden.

Derweil scheint die Erdbebenaktivität in der Bárðarbunga nachzulassen. Seit gestern Abend wurden nur zehn Beben aufgezeichnet, das stärkste davon mit 4,7. Im Magmagang zwischen Bárðarbunga und Ausbruchsstelle bleibt die Erdbebenaktivität gleich, seit Mitternacht wurden 35 kleinere Beben aufgezeichnet.

Die Caldera des Vulkans sinkt weiter, gestern um 20 bis 30 Zentimeter. Der isländische Zivilschutz erklärte gestern, dass neuste GPS-Messungen Unregelmäßigkeiten in der Erdkrustenbewegung ergeben hätten. Das könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Magmabewegung unter dem Vulkan in Veränderung begriffen ist.

Der Vulkanologe Ármann Höskuldsson ist der Ansicht, dass der Ausbruch in der Holuhraun nur der Anfang eines größeren Geschehens ist. Zu 99,9 Prozent würde sich der Prozeß fortsetzen, selbst wenn der jetztige Ausbruch nachlasse, sagte er mbl.is gegenüber.

Das sei auch der Grund für die intensiven Vorsichtsmaßnahmen in der Region. „Wir wissen, dass hier unter dem Dyngjujökull alles in Bewegung ist, und wenn hier etwas ausbricht und sich viele Leute in der Region befänden, ist die Frage, wie die Polizei das Gebiet evakuieren soll, bevor die Flut kommt. Das wäre unmöglich, die Vorwarnzeit könnte nur eine halbe Stunde betragen“, sagte der Vulkanologe.

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