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Schur schuld am Schafstod?

Ein harter Winter, die Schur bei kaltem Wetter und Futter minderer Qualität könnten eine Erklärung für das ausgedehnte Schafsterben in Island im zurückliegenden Winter und Frühling sein. Tierarzt Sigurður Sigurðsson, der das Schafssterben untersuchte, erklärte, viele Faktoren hätten wohl zur Situation beigetragen.

Nach Autopsie bei vielen der toten Schafe schlussfolgerte Sigurður nun beim Radiosender Rás 1 Samfélagið, die Todesfälle seien nicht Folge einer ansteckenden Krankheit.

Sigurður meinte auch, es sei unwahrscheinlich, dass die Schafe an einer Vergiftung durch toxische Gase vom Holuhraun-Ausbruch gestorben seien, der im Februar endete. Denn die meisten der toten Schafe stammten aus vom Ausbruchsort weit entfernten Gegenden.

Sigurður erklärte, die Schafe, die gestorben seien, hätten zuvor mangels hochwertigen Futters an Gewicht verloren. Die meisten von ihnen waren trächtig, die ungeborenen Lämmer verbrauchten einen Großteil der aufgenommenen Nahrung. Nachdem die Lämmer geboren waren, hatten die Mutterschafe zwar genügend Milch, um mit dem Säugen der Jungen zu beginnen, doch dann verloren sie an Gewicht und starben.

Er sagte weiter, es gebe viele Ursachen für die Entwicklung. „Das Heu minderer Qualität vom letzten Jahr. Der kalte letzte Frühling und Winter. Und die Schur. Magere Tiere wurden geschoren. Ein Tier, das geschoren wurde, steht unter erhöhtem Stress. Direkt danach muss es ein Drittel mehr essen als gewöhnlich, und wenn es [Anm.: das Essen] nicht gut genug ist, kann so etwas passieren.“

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