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Schlechte Aussichten für Papageientaucher und Küstenseeschwalbe

Die Aussichten für nistende Papageientaucher und Küstenseeschwalben in Südwestisland sind ziemlich düster. Veränderungen in der natürlichen Umgebung verursachten Futtermangel, und Jahr für Jahr verhungern inzwischen junge Vögel. Die Brutsaison hat in manchen Seevogelkolonien bisher nicht einmal angefangen.

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Papageientaucher. Foto: Páll Stefánsson.

Umweltministerin Svandís Svavarsdóttir bat nun Landeigentümer, das Eiersammeln und die Vogeljagd zu begrenzen oder zu verbieten. Die Lage der Vögel sei einfach zu kritisch, berichtet das Morgunbladid.

„Es gab schon einen schlechten Anfang und ich mache mir für den Sommer ein bisschen Sorgen,“ sagte auch Erpur Snaer Hansen, ein Biologe auf den Westmännerinseln. Die Papageientaucher dort haben bisher noch nicht mit dem Brüten angefangen – normalerweise startet die Saison um den 20. Mai.

„Sicher wird es spannend zu beobachten, wie sie nisten. Wenn die Vögel kein Futter finden, nisten sie einfach nicht.“ Wenn ihre Brutsaison auch dieses Jahr ausfällt, wäre das das siebente Jahr in Folge. Die Westmännerinseln sind die grösste Papageientaucherkolonie der Welt.

Der südisländische Naturschutzverein schlug vor, die Jagd auf den Westmännerinseln ab diesem Jahr ganz zu verbieten, weil es für die Population nicht länger tragbar sei.

Ein Jagdverbot wäre zumindest solange sinnvoll, bis zwei Generationen der Vögel zwei oder drei Jahre alt geworden sind. Dann könne über eine begrenzte Jagd wieder geredet werden, heisst es bei mbl.is.

Papageientaucher ist eine regionale Delikatesse, die üblicherweise am Thjódhátíd, einem Volksfest am ersten Augustwochenende, serviert wird.

Die Nistsaison der Küstenseeschwalbe ist ebenfalls in den letzten Jahren schlecht verlaufen. „Zur Zeit sieht es gar nicht gut aus. Es scheint dass sie gar keine Nester bauen, aber das kann sich auch schnell ändern,“ sagte Freydís Vigfúsdóttir, Doktorandin der Biologie, die sich die letzten drei Sommer mit den Schwalbenkolonien auf der Halbinsel Snaefellsness beschäftigt hat.

Drei Sommer lang ist die Nistsaison praktisch ausgefallen, und die Situation dieser Vögel wird inzwischen auch global gesehen ernst. Etwa 20-30 Prozent der Küstenseeschwalbenpopulation haben ihr Brutgebiet in Island.

In Nordisland hat der kalte Frühsommer die Brutsaison unterbrochen, das verraten verlassene Nester. Futtermangel scheint dort kein Problem zu sein.

Hier finden Sie mehr zur Lage der Seevögel auf Grímsey im Norden, und hier über die Seevögel im Süden und Westen.

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