Schafe und Pferde leiden unter Gasbelastung Skip to content

Schafe und Pferde leiden unter Gasbelastung

Die Schwefeldioxidbelastung hat auf Menschen wie Tiere die gleichen Auswirkungen, daher muss das Wohlergehen der Schafe, die sich noch in den Bergen rings um die Ausbruchsstelle in der Holuhraun befinden, im Auge behalten werden. Bauern in Nordisland hatten beobachtet daß Schafe und auch die Pferde beim Abtrieb oft müde waren, berichtet ruv.is.

Die Veterinäraufsichtsbehörde MAST weist in einem Infotext auf ihrer Webseite darauf hin, daß die Tiere an Tagen mit hoher Gasbelastung keinem unnötigen Stress ausgesetzt werden sollen.

Viele Bauern hatten ihre Viehabtriebe wegen der unsicheren Lage am Vulkan vorverlegt. Im Jökuldalur waren schon am letzten Augustwochenende Schafe von den Hochlandweiden geholt worden. Hier ist man besonders wachsam. Der Schafzüchter Sigvaldi Ragnarsson von Hákonarstaðir sagte im Bændablaðið, der große Ausbruch der Askja im Jahr 1875 habe große Teile des Jökuldalurs und den angrenzenden Hochlandes durch Aschefall unbewohnbar gemacht. Diese Geschichte habe man im stets Hinterkopf und sei auf der Hut. Doch sei die Stimmung bei den Bauern gut und man fürchte sich nicht, falls es zum Äußersten käme.

Satellitenaufnahmen der ESA haben in den letzten Tagen den Flug der Gaswolke aufgezeichnet, die Grafik finden Sie hier.

Nördlich des Vatnajökull wurden seit Mitternacht 40 Erdbeben gemessen, fünf davon in der Bárdarbunga, die anderen im Gebiet des unterirdischen Magmaganges und in der Region des Herðubreið. Gestern abend ereignete sich in der Bárðarbunga selbst ein Beben der Stärke 5,4.

Die Lava in der Holuhraun fließt seit gestern in die Breite und bedeckt derzeit eine Fläche von 30 Quadratkilometern. Der Vulkanologe Ármann Höskuldsson sagte ruv.is gegenüber, die Aktivität der Spalte lasse langsam nach. Es sei jedoch zu früh, von einem Ende des Ausbruchs zu sprechen. Viel wahrscheinlicher sei, daß durch die derzeitigen Veränderungen in der Erdkruste an einer anderen Stelle Lava an die Erdoberfläche dringe.

Genau darin besteht auch die Gefahr, wenn das Gebiet für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden würde. Bei der Polizei in Húsavík hieß es, im Fall eines großen Ausbruchs habe man zeitlich keinen Spielraum, um Schaulustige in dem riesigen Gebiet zu suchen. Bislang wurden sämtliche Straßensperrungen respektiert, doch ist das Interesse der Öffentlichkeit an Besichtigungen groß. Vertreter von Tourismusbranche und Zivilschutz wollen heute bei einem Treffen besprechen, ob und wie eine vorsichtige Öffnung des Ausbruchsgelände duchgeführt werden könnte, berichtet ruv.is.

Hier sehen Sie ein weiteres Video des Ausbruchs in der Holuhraun.

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