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Saurer Schnee im Hochland

Es hat geschneit im Hochland, und um die Ausbruchsstelle in der Holuhraun, und der dort liegende Schnee ist im wahrsten Sinne des Wortes „sauer“: da sich Schwefeldioxid in Verbindung mit Wasser zu Schwefelsäure verwandelt, hat der Schnee in der Region nur einen pH-Wert von bis zu 3,2 – statt den üblichen 5,6, erklärte der Geochemiker Sig¬urður Reyn¬ir Gísla-son von der Universität Island in einem Interview des Morgunblaðið.

Die gesamten Niederschläge im Süden und Osten bis in den Hornafjörður seien saurer als normal gemessen worden. Die Schwefelsäure sitze auf den Schneekristallen und löse sich beim Schmelzen als erstes. Das Wasser der Schneeschmelze sei also besonders sauer.

Berechnungen des Geophysikers Jónas Elíasson zufolge stösst der Vulkan täglich eine Menge von 2000 bis 3000 LKW-Ladungen Schwefeldioxid aus. Pro Sekunde seien das 450 Kilogramm, über 24 Stunden 40.000 bis 60.000 Kilogramm, rechnete der Geologe in einem Beitrag des Rás 2 Morgenmagazins aus.

Diese Menge habe sich in einer bis zu 60 Quadratkilometer grossen Wolke regional angesammelt und könne mit dem nächsten Sturm in bewohnte Gebiete geblasen werden.

Die im Winter häufig herrschende Windstille könne generell das Ansammeln von grossen Gaswolken begünstigen, welche sich dann bei Sturm in Bewegung setzen. Diese Gefahr müsse man stets im hinterkopf behalten, sagte der Geophysiker.

Die aktuelle Situation der Schwefeldioxidbelastung finden Sie auf der Vorhersagekarte
und in den Messgrafiken der Umweltagentur.

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