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Sagenhafte Bücher aus Island

Als PDF-Dokument ist er schon zu haben, der Katalog „Sagenhafte Bücher aus Island“. Er umfasst fast 200 Islandtitel, die zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse, auf der Island Ehrengast ist, im deutschsprachigen Raum erscheinen.

Im Vorwort schreibt der bekannte isländische Krimiautor Arnaldur Indridason:

„Bei uns besteht keine Kluft zwischen Spannungsliteratur und anderer Belletristik, zwischen Literatur für Kinder und für Erwachsene, zwischen Lyrik und Prosa. Wenn man dies auf einen Nenner bringen wollte, könnte man sagen: Wir schätzen gut erzählte Geschichten.“

Der Katalog „Sagenhafte Bücher aus Island“ ist übersichtlich in Rubriken eingeteilt. An erster Stelle stehen die isländischen Sagas. Ob als mehrbändige Gesamtausgabe aller Isländersagas, ob als Auswahl der beliebtesten Sagas, ob als Nacherzählungen in Hörbuch- oder Buchform – für jeden Geschmack und Anspruch ist etwas dabei.

Die Menge an neuen Editionen, Darstellungen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen zeigt auch, dass in Deutschland ein grosser Nachholbedarf in Bezug auf die isländische mittelalterliche Literatur besteht, hat sie doch bislang nur eine kümmerliche Randexistenz in Skandinavistikkreisen geführt.

Vom Mittelalter aus erfolgt (im Katalog) der grosse Sprung zu den Klassikern der Moderne, vom Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness bis zu dem in Deutschland kaum bekannten Thórbergur Thórdarson (1888—1974).

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Die Rubrik „Isländische Erzählkunst von heute“ macht neugierig auf Autorinnen wie Audur Ava Ólafsdóttir oder die Kurzgeschichten von Thórarinn Eldjárn. Und die Leser erwartet ein reichhaltiges Angebot neuer Romane bereits bekannter isländischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Jón Kalman Stefánsson, Kristín Marja Baldursdóttir oder Hallgrímur Helgason.

„Sichtbare, verwitterte, formfeste Wunderdinge …“ Es gibt neun Bände, die uns mit der zeitgenössischen isländischen Lyrik vertraut machen und sogar drei Veröffentlichungen zum isländischen Theater.

„Morden im Norden“ – auch wenn ein Mord in Island selten vorkommt, meist unter Alkoholeinfluss verübt wird und schnell aufgeklärt ist – die Isländer schreiben und lesen gerne Krimis und haben mit ihren Mordsgeschichten auch in Deutschland einen grossen Leserkreis, der natürlich auch im Islandbuchjahr auf seine Kosten kommt.

Auf die schmale Rubrik Kinderbücher (siehe den IR-Kulturblick-Artikel über die musikalische Maus Maximus Musikus) folgen Kunst, Sachbücher, Reiseführer und Reportagen. Auch Veröffentlichungen deutscher Autoren zum Thema Island sind im Katalog aufgenommen, sofern sie den Kriterien des deutschen Buchhandels entsprechen.

Das Vorbild für den Messekatalog ist der Bókatídindi, der Katalog der Neuerscheinungen, der in Island alljährlich die „Weihnachtsbücherflut“ ankündigt. Im vergangenen Jahr wurden dort ca. 700 Titel auf 244 Seiten vorgestellt. Ein grosser Unterschied besteht zum Sagenhaften Frankfurter Katalog: An erster Stelle, und fast 60 Seiten des Bókatídindi füllend, steht in Island die Kinder- und Jugendliteratur.

Hier gelangen Sie zur Seite von Sagenhaftes Island und hier können Sie den Katalog „Sagenhafte Bücher aus Island“ direkt herunterladen.

BV

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