Rettung von Jägern und Schafsuchern Skip to content

Rettung von Jägern und Schafsuchern

Mehr als 80 Angehörige der isländischen Rettungsorganisation in Nordisland und aus Reykjavík haben gestern zusammen mit dem Hubschrauber der Küstenwache an der Rettung eines Mannes teilgenommen, der an einem Steilhang am Gunnólfsvíkurfjall auf der Halbinsel Langanes in Nordostisland festsass. Er hatte dort mit seinen zwei Hunden nach vermissten Schafen gesucht. Retter erreichten ihn gegen halb drei. Es war kalt und er fror, doch konnten seine Hunde ihn warmhalten, berichtet RÚV.

Die Schiffsmannschaft der Geir ÞH 150 aus dem nahegelegenen Þórshöfn machte sich mit Suchscheinwerfern auf den Weg, um den Rettern dabei zu helfen, Mann und Hunde zum Strand herunterzubringen. Auch aus Bakkafjörður kam ein Boot zu Hilfe.

Am Samstagmorgen hatten sich zwei Schneehuhnjäger auf der Halbinsel Snæfellsnes verirrt. Sie waren morgens von Slitvindsstaðir im Staðarsveit aus aufgebrochen und hatten am Nachmittag nicht mehr zurückgefunden, berichtet mbl.is.

“Wir dachten wir sind auf dem richtigen Weg, aber dann kamen wir an eine Klippe und einen hohen Wasserfall, den wir zuvor nicht gesehen hatten, und da wussten wir dass wir uns verirrt haben. Wir sind umgedreht und erkannten nichts wieder,” beschreibt Valdimar Gunnar Sigurðsson, der mit seinem Neffen Daði Rúnar Jónsson auf Jagd war, die missliche Lage.

Inzwischen war es dunkel geworden und die beiden entschlossen sich, unter einem Felsvorsprung Schutz zu suchen und sich gegenseitig warm zu halten. Gegen Mitternacht sahen sie den Hubschrauber der Küstenwache, konnten sich aber nicht bemerkbar machen.

Erst gegen 10 Uhr am Sonntagmorgen gelang es den beiden, eine Stelle zu finden, wo sie Mobilfunkverbindung hatten und einen Notruf senden konnten. Sie befanden sich am Berg Gráborg, oberhalb des Hestdalir, ein gutes Stück vom Kolgrafafjörður entfernt.

“Wir waren total erschöpft, kalt und nass. Die Retter, diese unglaublichen Helden, nahmen uns auf, gaben uns warme Kleidung und brachten uns in Sicherheit.” erzählt Valdimar. Etwa 200 Helfer waren an der Aktion beteiligt.

Þorsteinn G. Gunnarsson, der Pressesprecher von Landsbjörg, sagte RÚV gegenüber, es sei erfreulich, dass sich dank guter Ausrüstung immer weniger Jäger verirrten. Heute trage beinahe jeder ein GPS-Gerät bei sich und sei mit Mobiltelefon ausgestattet, und auch die Ausweitung des Mobilfunknetzes sei grösser, was bei Suchaktionen helfe.

Dennoch bedurfte es gestern eines gehörigen Aufwandes, die beiden Männer zu retten, wie ein Video der Aktion zeigt.

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