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Reitergruppen im Strassenverkehr

Der Sommer in Island schreitet voran und auf den Strassen wird es voller. Nicht nur Urlauberautos, auch die ersten Schafmütter mit Lämmern verirren sich hin und wieder durch Zäune und sind im Strassenverkehr anzutreffen. Landwirte sind dazu verpflichtet, ihre Zäune in Ordnung und ihr freiheitsliebendes Vieh dahinter zu halten. Das gelingt leider nicht immer, daher sollten Autofahrer vor allem auf abgelegenen Landstrassen ihr Tempo drosseln. Viele Schafe halten sich in den Böschungen auf, und wo eins ist, springen meist noch ein oder zwei Lämmer urplötzlich aus dem Gebüsch und der Mama hinterher.

Der verantwortungsvolle Autofahrer meldet sich im traurigen Fall der Fälle, wenn er ein Schaf überfahren hat, bei der 112 oder beim nächstgelegenen Hof, um den Unfall anzumelden, damit der Besitzer anhand der Ohrmarke des getöteten Tieres gefunden werden kann.

Aber auch Pferde befinden sich derzeit häufiger auf den Strassen Islands, allerdings in organisierter Form.

Eine Reitergruppe, die sich mit zB. 15 Reitern auf den Weg ins Hochland macht, benötigt pro Reiter drei Pferde, da in Island grundsätzlich nach ein bis zwei Stunden die Pferde gewechselt werden, um sie zu schonen. Das macht 45 Pferde, plus etwa drei Ersatzpferde, für deren Sicherheit und Wohlergehen die Rittführer Verantwortung tragen. Die nicht gerittenen Pferde laufen frei mit und bleiben als Herde zusammen. Typischerweise reitet die Hälfte der Reiter vor der Herde und bestimmt das Tempo, die andere Hälfte reitet dahinter, treibt vorsichtig nach und sorgt dafür, dass kein Pferd zurückbleibt. Sowohl in Richtung Kjölur als auch zum Sprengisandur hin benutzen die Gruppen zu Anfang den gleichen Weg wie die Autos, reiten neben der Strasse oder kreuzen sie. Im asphaltierten Strassennetz befinden sich die Reitwege neben den Strassen, hier sind im Sommer viele Reiter mit Handpferden und Trecks mit freilaufenden Pferden unterwegs.

Solche Trecks sind besonders sensible Reisegruppen. Pferde sind lebende Tiere, und auch wenn Mietpferde in der Regel als “bombproof” und sehr erfahren im Strassenverkehr gelten, selbst sie können sich erschrecken, ausbrechen und die Gruppe in Unordnung bringen. Reitpferde können scheuen, Reiter jederzeit aus nicht ersichtlichen Gründen vom Pferd stürzen.

Von Autofahrern ist da rücksichtsvolles Verhalten gegenüber dem schwächeren Teilnehmer im Strassenverkehr gefragt.

Bitte fahren Sie nicht dicht an Pferden vorbei, wählen Sie ein gemässigtes Tempo, wenn sich die Pferde auf dem Reitweg neben der Strasse befinden.

Bitte hupen Sie nicht. Befinden sich auf der Schotterposte die Pferde vor Ihnen, drängeln Sie bitte nicht von hinten, und brausen Sie nicht an der Gruppe vorbei, um dann nach Vollbremsung ein Foto von vorne zu schiessen. Reiter und Pferde danken es Ihnen.

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