Regierung entschuldigt sich bei Behinderten Skip to content

Regierung entschuldigt sich bei Behinderten

Die isländische Regierung hat sich bei allen Insassen der Anstalt Kópavogshæll für die schlechte Behandlung entschuldigt, welche sie dort erleiden mussten, berichtet mbl.is. In der Anstalt wurden zwischen den Jahren 1952 bis 1993 behinderte Menschen betreut.

Ein Bericht, der vor einigen Tagen erschienen war, hatte katastrophale Zustände in dem Heim offengelegt. Kinder haben dort physischen und psychischen Missbrauch erlitten und sind derart vernachlässigt worden, dass sie dauerhafte Schäden davon getragen haben.

In dem Bericht wird dem Staat ein Mangel an klaren Richtlinien vorgeworfen, sowie Unklarheit darüber, um welche Art von Einrichtung es sich bei dem Heim gehandelt hat. Die Gesundheitsbehörden, so der Bericht, hätten ihre Pflicht versäumt, die Einrichtung zu überwachen. Das Papier war bei einem Kabinettstreffen heute besprochen worden.

In der von Premierminister Bjarni Benediktsson unterzeichnete Entschuldigung heisst es unter anderem: “Es ist hart, aber notwendig, den Fakten ins Auge zu sehen, wie schwer die Bedingungen für behinderte Menschen, Kinder wie Erwachsene, in Kópavogshæll gewesen sind.

Heute wende ich mich an alle jene, die als Kinder im Heim Kópavogshæll gelebt haben, sowie an ihre Familien:

Im Namen der Regierung entschuldige ich mich für die unmenschliche Behandlung und die vielgestalte Vernachlässigung von Kindern im Kópavogshæll. Ebenso entschuldige ich mich bei allen behinderten Menschen, Kindern wie Erwachsenen, die in Einrichtungen dieses Landes untergebracht wurden und Missbrauch oder schlechte Behandlung erlitten haben.

Schmerzhafte Erfahrungen können niemals vollständig entschädigt werden, aber auf Grundlage der Gesetze zu Entschädigungen wollen wir nun daran arbeiten, im Rahmen unserer Möglichkeiten eine Wiedergutmachung an all jene zu leisten, die Missbrauch oder schlechte Behandlung erlitten haben. Die Minister der Regierung prüfen Vorschläge, die in dem Bericht erstellt wurden und schätzen ab, welche Massnahmen ergriffen werden, um die Menschenrechte von behinderten Menschen in der isländischen Gesellschaft zu schützen.”

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