Proteste gegen Alu-Riesen Skip to content

Proteste gegen Alu-Riesen

Fast einhundert Angestellte von Rio Tinto Alcan Iceland Ltd, den Betreiber des Aluminiumschmelzers im südisländischen Straumsvík, haben gestern Mittag am Hauptquartier des Unternehmens an einer Demonstration teilgenommen, berichtet RÚV. Sie wollten damit Solidarität mit Beschäftigten des Aluminiumriesen weltweit zeigen.

Ähnliche Proteste waren in anderen Städten ebenfalls geplant, denn gestern fand weltweit der Aktionstag gegen Rio Tinto statt. Die Aktion war von einem globalen Zusammenschluss mit dem Namen industriALL organisiert worden.

Die Gewerkschaft der isländischen Elektriker hat eine Erklärung veröffentlicht, in der es heißt, dass Rio Tinto die Anzahl der dauerhaft Beschäftigten sukkzessive reduziert habe und stattdessen darauf hinarbeite, Zeitarbeitsfirmen in Minen und Betrieben tätig werden zu lassen. Gleichzeitig reduziere das Unternehmen systematisch die Rechte der Arbeitnehmer, die mehr Sicherheit, bessere Arbeitsbedingungen und eine anständige Bezahlung verdienten.

Im Text wird erklärt, wie Arbeiter in den vergangenen Monaten entdeckten, auf welche Weise der Aluminiumgigant versucht, seiner sozialen Verantwortung zu entgehen. Er kaufe Arbeitskraft zu niedrigstem Preis ein und stellt keine dauerhaft Beschäftigten mehr ein, weil Löhne nicht gesenkt werden können, ohne Tarifverträge zu brechen. Zeitarbeitsfirmen müssen sich nicht an Tarifverträge halten.

Sie können die ganze Erklärung (auf Isländisch) hier lesen.

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