Präsidentenrede bei der Gay Parade Skip to content

Präsidentenrede bei der Gay Parade

Guðni Th. Jóhannesson, Islands neugewählter Staatspräsident, hat bei der Gay Parade am vergangenen Samstag eine Ansprache gehalten. Das hatte vor ihm noch kein Staatsoberhaupt des Landes getan, und auch international muss man wohl nach Beispielen suchen. Vísir berichtet, er habe zur Feier des Tages eine regenbogenfarbene Kravatte getragen.

Der sportbegeisterte Präsident widmete sich in seiner Rede den Vorurteilen gegen Homosexuelle im Leistungssport. Nachdem Island eine lesbische Ministerpräsidenten gehabt habe, hoffe er nun darauf, dass es bald einen Schwulen in einer der tollen Nationalmannschaften gebe, sagte Guðni. Er beschwor persönliche Freiheit und Vielseitigkeit herauf, forderte mehr Solidarität, Toleranz und Achtung der Menschenrechte.

“Wir sind hier alle beim Fest der homosexuellen Menschen, und am Schluss bitte ich euch, darüber nachzudenken. In den Worten besteht sicher ein Widerspruch, aber eigentlich sind wir alle auf gewisse Weise homosexuell. Wenn man genau hinschaut, ist niemand wie die anderen.” sagte Guðni Th. in seiner Rede.

Beim sogenannten “gleðigangur” (Freudengang), der in Reykjavík zum 18. Mal stattfand, gehen Schwule, Lesben, Transsexuelle, Intersexuelle und andere mit ihren Freunden und Familien auf die Strasse, um auf ihre Existenz aufmerksam zu machen und sich öffentlich zu zeigen. Ältester Teilnehmer in diesem Jahr war wohl der 90-jährige Þórir Björnsson, der Gründer des MSC-Clubs, der mit einer ledernen Fahne marschierte.

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