Offshore-Konten unter der Lupe Skip to content

Offshore-Konten unter der Lupe

Etwa einhundert Bürger sind von der isländischen Steuerfahndung wegen Offshore-Konten angezeigt worden, berichtet RÚV. Davon sind 46 Fälle von Steuerhinterziehung von mehreren hundert Millionen Kronen an die Staatsanwaltschaft überstellt worden. Ein einzelner Fall kann Millionen bis hunderte Millionen von Kronen betreffen.

Im vergangenen Jahr hatte das Finanzamt zum Preis von 37 Mio ISK Informationen über die Vermögen von Isländern in Steueroasen erworben.

Darunter befanden sich auch Informationen über 500 Unternehmen mit Verbindungen zu Einzelpersonen. Die sogenannten Panama Papers, die aus der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca an die Medien durchgesickert waren, hatten auch die Namen von 600 isländischen Unternehmen offenbart.

Es ist nicht illegal, Vermögen in Offshoreunternehmen zu halten, aber in manchen Fällen ist es unmöglich, korrekte Angaben zur Steuererklärung zu geben. In der Folge sind Steuerhinterziehungen von hohen Summen ans Tageslicht geraten.

Insgesamt werden 108 Verdachtsfälle von Steuerhinterziehung untersucht, die im Zusammenhang mit den Panama Papers stehen. Es hat zehn Hausdurchsuchungen und mehr als einhundert Vernehmungen gegeben.

Sechsundvierzig Fälle von gigantischer Steuerhinterziehung sind an einen Staatsanwalt übergeben worden, die Strafen in solchen Fällen können bis zu sechs Jahren Gefängnis bedeuten.

Das Finanzamt darf die Namen der Unternehmen nicht nennen, wo Einzelpersonen in die Fälle verwickelt sind.

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