Neues Album mit Liedern von Jórunn Vidar Skip to content

Neues Album mit Liedern von Jórunn Vidar

By Iceland Review

Das Album Jórunn Vidar: Songs/Lieder mit dem Liederwerk der isländischen Komponistin Jórunn Vidar, die letztes Jahr ihren 90sten Geburtstag feierte, kam vergangene Woche heraus. Interpreten sind die Sopranistin Helga Rós Indridadóttir und die Pianistin Gudrún Dalía Salómonsdóttir.

Jórunn Vidar ist die erste isländische Komponistin. Ihre Lieder „sind eine faszinierende Kombination von Elementen der Volksmusik, Impressionismus, spielerischem Humor und lyrischer Melancholie“, heisst es in einem Pressetext. Björk hat Vidars Lied „Vökuró“ für ihr Album Medulla interpretiert.

Für das neue Album, das das gesamte Liederwerk von Vidar umfasst, arbeiteten Indridadóttir und Salómonsdóttir eng mit der Komponistin zusammen. Alle Texte und Liedtexte des Booklets sind auf Isländisch, Englisch, Deutsch und Französisch.

Indridadóttir, Salómonsdóttir und Vidar.

Das Album wird in den Musikläden in Island verkauft und ist bald in den Online-Shops nammi.is und amazon.com erhältlich. Es kann auch per Email an [email protected] im Isländischen Musikinformationszentrum bestellt werden.

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Jórunn Vidar ist eine der profiliertesten zeitgenössischen Musikerinnen Islands. Sie hat ein breitgefächertes Angebot für verschiedene Musikgenre geschaffen, Kompositionen für Orchester und Klavier, Kammermusik für Cello sowie Chor- und Solowerke.

Sie wurde am 7. Dezember 1918 in Reykjavík geboren. In ihrem musikalischen Elternhaus erhielt sie von klein auf eine gute Ausbildung und erreichte früh einen hohen musikalischen Standard. Nach einem ersten Studienjahr in Reykjavík ging sie 1937 nach Berlin, um ihre Klavierausbildung an der Hochschule für Musik zu vervollständigen.

Jórunn Vidar verbrachte zwei Jahre in Deutschland, bis ihre Ausbildung durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges abgebrochen wurde. 1943 aber wurde sie an der hochangesehenen Juilliard School of Music in New York angenommen.

In den Jahren in Juilliard spezialisierte sich Vidar auf Komposition. Sie kehrte Ende des Krieges nach Island zurück, aber verbrachte dann noch zwei Jahre zur weiteren Klavierausbildung in Wien.

In Island erwartete Vidar eine grosse Nachfrage nach ihrer Arbeit. Sie hielt verschiedene Klaviervorträge und war häufig Solistin beim Reykjavík Orchester, das später das Isländische Symphonieorchester wurde.

Später kam sie auf ihre erste Liebe beim Komponieren zurück und schrieb für Theater, Ballet und Film. Unter anderem schrieb sie die Partitur für Sídasti baerinn í dalnum (1950) von Óskar Gíslason.

Übersetzung: Bernhild Vögel.

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