Neue Kirchenbibliothek in Skálholt Skip to content

Neue Kirchenbibliothek in Skálholt

Im ehemaligen geistigen Zentrum Islands, dem alten Bischofssitz Skálholt, soll eine neue Kirchenbibliothek eingerichtet werden. Etwa zehntausend zum Teil wertvolle Bücher und Handschriften liegen seit Jahren in verschlossenen Stahlschränken auf dem Dachboden der Domkirche und sollen nun der Öffentlichkeit zur Benutzung zugänglich gemacht werden.

skalholt_esaSkálholt. Foto: Eygló Svala Arnarsdóttir/Iceland Review.

Entsprechende Pläne hat Weihbischof Kristján Valur Ingólfsson in der vergangenen Woche vorgestellt.

Die Bücher liegen in Skálholt, seit im Domweihejahr 1963 beschlossen worden war, aus dem Kirchenort wieder einen Ort der Lehre zu machen. Vormaliger Eigentümer der Büchersammlung war Kári Borgfjörð Helgason gewesen, ein Kaufmann aus Reykjavík, der seine Sammlung im Jahr 1965 für 3,5 Mio. ISK an die isländische Kirche verkauft hatte.

Kristján Valur plant nun, das Bücherkonvolut in den Keller des Bischofshauses gegenüber der Kirche zu bringen, das sei die mit Abstand kostengünstigste Lösung.

Es handelt sich um 10.000 Bücher und Handschriften, darunter ein Exemplar der Gudbrandsbibel, eine Þorláksbibel und eine Steinsbibel aus Hólar, sowie Gebetsbücher, Gesangsbücher, Dichtkunst und etwa 4000 Zeitschriftenbände. Eine Erstausgabe der Psalmen nach Hallgrímur Petursson aus dem Jahr 1775 gilt als einzigartig.

„Skálholt ist ein Ort mit langer Geschichte,“ sagte der Weihbischof. Nach den Querelen um den Nachbau Þorláksbúð und die Baupläne für einen Mittelalterdom sei nun die Bibliothek an der Reihe. Er habe dem Kirchenrat seine Pläne für die Bibliotheksverlagerung vorgestellt und positives Echo erhalten, und er hoffe, dass der Bücherumzug in naher Zukunft stattfinden kann.

DT

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