Neue JVA in Reykjavík: Entwurf steht Skip to content

Neue JVA in Reykjavík: Entwurf steht

Gewinner eines Architekten-Wettbewerbs um den Entwurf einer neuen Justizvollzugsanstalt (JVA) auf der Hólmsheiði am Stadtrand von Reykjavík ist das Architektenbüro Arkís. Der Entwurf soll bis Anfang 2013 abgeschlossen sein, dann soll mit dem Bau begonnen werden. Mitte 2015 soll die JVA dann in Betrieb gehen.

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So soll das neue Gefängnis aussehen. Quelle: Die Internetseite des Innenministeriums.

Innenminister Ögmundur Jónasson feierte dieses Teilziel, erklärte „die tragische Reise, die ein halbes Jahrhundert gedauert hat“ für beendet, und spielte damit auf die Tatsache an, dass die Regierung bereits 1960 entschieden hat, eine JVA im Hauptstadtgebiet zu bauen, wie Morgunblaðið berichtet.

Den Ruf nach einer neuen JVA gibt es schon lange, nicht zuletzt, da die Justizvollzugsanstalten des Landes überfüllt sind und Verurteilte auf einer Warteliste stehen, bis sie ihre Haftstrafe antreten können. Ögmundur sagte, das Projekt sei nun endlich in der Spur.

Die neue JVA auf der Hólmsheiði wird etwa 3.700 Quadratmeter groß und Platz für 56 Hafträume bieten. Vorgesehen ist das Gebäude für die Wartenden, für Verurteilte mit kürzeren Strafen oder Ersatzhaftstrafen, dazu kommen Verwaltungsräume und eine Abteilung für weibliche Inhaftierte.

Das Gebäude wird damit die JVA Hegningarhúsið im Zentrum von Reykjavík, die Frauen-JVA in Kópavogur sowie einen Teil der JVA Litla-Hraun bei Eyrarbakki, das Hochsicherheitsgefängnis des Landes, ersetzen.

Am Wettbewerb beteiligten sich 18 Architekturbüros, zehn davon aus dem Ausland. Die drei besten Entwürfe stammten von isländischen Architekten.

Die Beschreibung des Siegerentwurfs durch die Jury beinhaltet, dass der Haupt-Wachturm „ein von Tageslicht umgebener Zylinder“ und „inmitten von Gärten“ sei – jede Abteilung wird einen abgetrennten Bereich für Outdoor-Aktivitäten und an manchen Stellen Aussicht auf die Gärten drumherum haben.

In den Hafträumen wird es Nischen geben, die jedem Inhaftierten Blick nach draußen gewähren und viel Tageslicht bieten, allerdings mit dahingehend beschränkter Sicht, dass man nicht in den nächsten Haftraum blicken kann.

Es wird angenommen, dass die Außenwände mit wetterfestem Baustahl verstärkt werden, allerdings muss über das genaue Material noch nachgedacht werden, etwa in Hinblick auf die Baukosten.

Hier lesen Sie mehr über die Gefängnisbau-Krise.

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