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Name zugelassen, nach 22 Jahren Wartezeit

Eine Isländerin hat 22 Jahre nach ihrer Geburt endlich die Erlaubnis erhalten, den Namen zu tragen, den ihre Eltern für sie ausgesucht hatten. Villimey Líf sagte RÚV gegenüber, sie sei erleichtert über die positive Antwort.

Ihre Mutter Berglind Hólm Harðardóttir hatte den Namen Villimey in den damals beliebten Romanen der Ísfólk-Serie gefunden. Auch andere Namen wie Tristan, Sunna, Dagur und auch Líf stammen aus der Serie. “Da war eine wunderschöne Frau in dem Buch, die mich begeistert hat und die Villimey heisst. Und als ich 15 Jahre alt war, beschloss ich, dass ich mit Friðrík eine Tochter haben würde, die Villimey heissen soll,” erzählt Berglind. “Alle haben damals Ísfólkið gelesen,” sagt Friðrík Álfur Mánason, Villimeys Vater.

Doch der Name wurden von isländischen Namensausschuss nicht zugelassen und lange stand Villimey im Einwohnermelderegister als “Mädchen Friðríksdóttir” verzeichnet. Damals hatte die Presse über den Fall berichtet, und ein Vertreter des Ausschusses hatte die Ablehnung damit begründet, dass der Teilname Villi- abschätzig sei. Villimey heisst übersetzt wildes Mädchen.

Villimey erhielt daher auf dem Papier den Namen Nótt María Líf, wurde aber ihr ganzes Leben lang Villimey gerufen.

“Ich persönlich finde Nótt María Líf einen sehr schönen Namen. Und falls ich je ein Mädchen zur Welt bringe, soll sie so heissen. Ich mag den Namen sehr, aber leider gehört er nicht zu mir.” sagt sie.

Drei weitere Personen tragen den Namen Villimey. Ein Mädchen des Namens wurde im vergangenen Jahr geboren, eine Frau stammt aus dem Jahr 1987. Der Priester hatte sich damals geweigert, sie auf den Namen Villimey zu taufen, und so erhielt sie den Namen Kristín Mist. Auch sie wurde immer nur Villimey gerufen, ihre Namensänderung wurde im Jahr 2012 im Einwohnermelderegister geändert.

Villimey Líf erhielt vor zwei Wochen die Erlaubnis des Registers, ihren Namen zu ändern. “Ich gestehe, es gabe Tränen der Freude. Ich war sehr glücklich. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich so erleichtert bin. Man fühlt sich als habe man gesiegt,” sagt Villimey.

Der isländische Namensausschuss hatte in der Vergangenheit oft für Schlagzeilen gesorgt, wenn er Namen zugelassen und andere abgelehnt hatte. Personennamen sollten eine Verbindung zur isländischen Kultur haben und sich grammatisch korrekt beugen lassen. Im Juni hatte das Innenministerium eine Gesetzesänderung vorgelegt, nachdem das Namensgebungsgesetz geändert werden und der Ausschuss seine Arbeit niederlegen soll. Über die Änderung ist im Parlament noch nicht abgestimmt worden.

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