Multiresistente Keime befürchtet Skip to content

Multiresistente Keime befürchtet

Eine Zunahme von multiresistenten Keimen befürchtet Professor Karl G. Kristinsson, Epidemiologe und Chefarzt der Infektionsabteilung im Universitätskrankenhaus Landspítali, sollte das Importverbot von frischem und nicht eingefrorenem Fleisch fallen, berichtet RÚV.

In Ländern, wo multiresistente Bakterien häufig vorkommen, gebe es eine höhere Letalität aufgrund solcher Erreger und eine schlechtere Prognose für Erkrankte.

Das EFTA-Gericht hatte befunden, dass das isländische Importverbot von frischem Fleisch gegen europäische Wirtschaftsabkommen verstösst. In Island muss derzeit importiertes Frischfleisch 30 Tage eingefroren werden, bevor es in der Verkauf kommen darf. Die isländische Regierung überlegt nun, wie sie auf die neue Lage reagieren soll.

Karl Kristinsson sagt, die isländische Fleischindustrie befinde sich in einer Sonderstellung, weil hier kaum Antibiotika in der Mast verwendet werden. Eine Marktöffnung für importiertes Frischfleisch aus dem Ausland berge die Gefahr, dass multiresistente Keime nach Island gelangen.

Die Gefahr sei ohnehin schon durch den Import von Gemüse aber auch durch den wachsenden Tourismus gegeben. Es seien bereits Keime ins Land geraten, die sich ausbreiten konnten.

Am grössten sei die Gefahr in Asien, in Kontakt mit multireistenten Keimen in Berührung zu kommen, und in Südeuropa mehr als in Nordeuropa. Island sei weltweit eins der Länder mit dem geringsten Vorkommen an multiresistenten Keimen.

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