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Mülltaucher in Island

Eine Reihe von Menschen lebt in Island vom Mülltauchen. Statt Lebensmittel im Laden einzukaufen, machen sie sich in Supermarktmüllcontainern auf die Suche nach Lebensmitteln mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum.

supermarket_zrThemenfoto: Zoë Robert/Iceland Review.

Der Zeitung Fréttatíminn gegenüber wollte keiner der Mülltaucher mit Namen genannt werden. Vielmehr drückten sie ihre Sorge darüber aus, dass die Supermarktbetreiber die Müllcontainer nun abschließen oder Chemikalien wie Seife über die weggeworfenen Lebensmittel gießen, um sie ungenießbar zu machen.

Für die meisten Mülltaucher handelt es sich um eine bewusste Lebensführung, mit der sie gegen das Konsumverhalten der Gesellschaft protestieren. Im Ausland ist das Mülltauchen gang und gäbe.

Einige der Personen gaben jedoch zu, dass sie sich Lebensmittel nicht leisten könnten und aus purer Not in Müllcontainern nach Nahrungsmitteln suchen.

Mülltaucher sind eine verschworene Gemeinschaft und halten zusammen. Oft sind sie in Gruppen unterwegs und geben Informationen über Fundquellen und ihre Erfahrungen mit Haltbarkeitsdaten innerhalb der Gruppe weiter.

Einer britischen Studie zufolge werfen Konsumenten in der westlichen Welt 30-50 Prozent aller gekauften Lebensmittel weg.

Isländische Haushalte geben jedes Jahr 100 Mrd. ISK für Lebensmittel aus. Waren im Wert von 30.000 ISK werden nicht verzehrt, sondern weggeworfen. Eine fünfköpfige Familie steckt also jedes Jahr 500.000 ISK (3000 EUR) in die Mülltonne.

DT

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