Mobbing gefilmt und im Netz verbreitet Skip to content

Mobbing gefilmt und im Netz verbreitet

Ein brutaler körperlicher Angriff auf eine Jugendliche in Reykjavík wurde gefilmt und im Internet verbreitet. Die Nation ist empört und die Polizei ermittelt. Der Vater des Mädchens sagt, seine Tochter sei schon über einen längeren Zeitraum das Opfer von Mobbing durch Mitschüler gewesen.

Das Mädchen chillte am Dienstagabend mit Freunden in der Nähe der Schule Langholtsskóli. Bis Weihnachten besuchte es diese Schule, wechselte dann auf die Austurbæjarskóli. Das Mädchen erhielt eine Nachricht, in der sie gefragt wurde, wo sie sich aufhielte. Nachdem sie die Nachricht beantwortet hatte, kamen vier junge Mädchen mit einem Auto angefahren. Mindestens zwei besuchen die gleiche Schule wie ihr Opfer. Der dann erfolgte Angriff wurde mit einem Smartphone gefilmt.

Das Schockvideo findet sich auch auf den Internetseiten von RÚV, die Gesichter wurden aus rechtlichen Gründen unkenntlich gemacht, da Angreifer wie Opfer minderjährig sind. Der Vater des Opfers hat seine Zustimmung zur Veröffentlichung gegeben.

Das Video zeigt unter anderem zwei Jungen, die versuchten, den Angriff zu stoppen, was ihnen allerdings nicht gelang.

Der Film wurde auch mit anderen Schülern geteilt. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Es hat einen verletzten Hals und Rücken, verschiedene andere Wunden, Schnittwunden und starke Quetschungen. Der Vater sprach zwar mit Journalisten, gab aber seinen Namen nicht preis, um seine Tochter zu schützen. Er erklärte, sie sei an ihrer neuen Schule Opfer massiven Mobbings gewesen, ihr sei auch wiederholt körperliche Gewalt angedroht worden. Er ist über die Schule verärgert, da er sich mit Rektor und Schülerberatern getroffen habe, ohne konkrete Ergebnisse zu erzielen. Aus Angst sei seine Tochter öfter vor Schulschluss nach Hause gekommen.

Bisher liegt kein offizielles Statement der Schule vor, doch angeblich wurden umfangreiche Maßnahmen getroffen, darunter die Suspendierung einer der mutmaßlichen Täterinnen.

Der Angriff wurde der Polizei am Mittwoch gemeldet, und ein Sprecher sagte, ein solcher „Fall hässlichen Mobbings” habe bei der Polizei oberste Priorität. Kinderschutzdienste arbeiten ebenfalls am Fall mit. Nur eine der Angreiferinnen ist im strafmündigen Alter.

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