Marimo-Algen an Land gespült Skip to content

Marimo-Algen an Land gespült

Ein paar jugendliche Exemplare der Marimo Algenbälle sind sehr zum Entzücken von Biologen am vergangenen Donnerstag ans Ufer des Mývatn in Nordisland gespült worden. Die freischwimmende, ballförmige Grünalge Aegagrophila linnaei ist seit dem Jahr 2013 aus dem See so gut wie verschwunden.

In einem Facebookbeitrag schrieb das Naturforschungszentrum Mývatn, die Algenbälle seien in “Intensivpflege” genommen worden.

Die Spezies ist weltweit sehr selten geworden, sie existiert nur noch im Mývatn, wo ihr Name kúluskítur lautet, und im japanischen See Akan, wo die Kugeln Marimo heissen.

Auf der Webseite des Naturkundemuseums in Kópavogur heisst es, der Akansee sei ein besonders geschütztes Gebiet und die Algenbälle würden als Schatz der Natur betrachtet.

Die angspülten Algenbälle sind 10 bis 12 Zentimeter gross, doch da man nicht weiss, wieviel sie jährlich wachsen, ist ihr aktuelles Alter unbekannt.

Die Form der Alge ist sehr ungewöhnlich und ihre Struktur einzigartig. Es gibt etwa keinen Kern, von dem aus Filamente in alle Richtungen wachsen und die runde Form bilden könnten.

In jüngster Vergangenheit hatte der Mývatn durch seine zunehmende Verschmutzung für Anlass zu grösster Besorgnis gesorgt. Der wachsende Tourismus in der Region, alte Umweltsünden sowie ein Fehlen von tauglichen Kläranlagen scheinen dem See den Garaus zu machen.

Eine Petition mit der Aufforderung, den nordisländischen See zu schützen, ist bislang von 3700 Besorgten unterschrieben worden.

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