Luftverschmutzung durch Kraftwerk Hellisheiði Skip to content

Luftverschmutzung durch Kraftwerk Hellisheiði

In den vergangenen beiden Tagen ist die Schwefelwasserstoffbelastung der Atemluft in Reykjavík über den zulässigen Grenzwert gestiegen. Der Schwefelwasserstoff stammt aus dem Geothermalkraftwerk Hellisheiði vor den Toren der Hauptstadt. Reykjavíks Gesundheitsbehörden haben eine derart hohe Belastung in der Hauptstadtregion seit langem nicht mehr gemessen, berichtet RÚV.

Die Behörden veröffentlichte daher gestern eine Warnmeldung, nachdem der Pegel 50 Mikrogramm per Kubikmeter (µg/m3) überstieg. Eine halbe Stunde lang lag der Pegel gstern morgen um halb neun an der Messstation Grensásvegur bei 150 µg/m3 . Als Hauptverursacher gilt das Geothermalkraftwerk Hellisheiði.

Die Luftverschmutzung wird durch die dieser Tage im Süden herrschende Windstille verursacht und begünstigt. Die Wetterlage soll bis zum Wochenende anhalten.

Gestern Mittag lag der Pegel bei etwa 80 µg/m3. Svava Steinarsdóttir von der Reykjavíker Gesundheitsbehörde sagte: “Bevor das Kraftwerk mit Filteranlagen ausgestattet wurde, hatten wir höhere Werte hier in der Stadt, aber nun ist ein doppeltes Reinigungssystem installiert worden, daher sehen wir solche hohen Werte normalerweise nicht.”

Die Betriebserlaubnis des Kraftwerks basiert auf Vorschriften, welche drei Mal pro Jahr ein Übersteigen des Schwefelwasserstoffpegels in der Atemluft erlauben. Gestern geschah dies zum ersten Mal in diesem Jahr.

Die Gesundheitsbehörden raten Menschen mit Atemwegserkrankungen, die Entwicklung des Verschmutzungsgrades zu verfolgen. Gesunde Menschen würde der hohe Pegel an Schwefelwasserstoff nur durch den üblen Geruch auffallen, erklärte Svava. “Aber Leute mit empfindlichen Atemwegen können Probleme bekommen, wenn die Werte so hoch liegen, wir raten daher allen, die Probleme haben, die Luftqualität der kommenden Tage zu beobachten.”

Auf dieser Seite kann man den Grad der Luftverschmutzung in Reykjavík finden, und hier gibt es die Werte im ganzen Land.

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