Laut Katrín Pétursdóttir, Geschäftsführerin des Lebertran-Herstellers Lýsi, gibt es den Markt für eine deutliche Exportsteigerung von Kabeljau-Lebertran. Doch diese Gelegenheit könne nicht beim Schopf gepackt werden, da es an Rohmaterial mangele.

Kabeljau. Copyright: Icelandic Photo Agency.
Allerdings beklagen Fischer und Fischerbootbetreiber, es lohne sich nicht, alle Bestandteile gefangener Fische ans Ufer zu bringen, berichtet ruv.is.
Laut einer neuen Richtlinie des Fischereiministeriums, die am 1. September in Kraft tritt, soll künftig mehr aus dem Fang herausgeholt werden, unter anderem sieht sie vor, dass Köpfe, Gräten und Lebern der Fische zur Verarbeitung an Land gebracht werden müssen.
Fischerbootbetreiber bezeichnen diese Forderungen als unrealistisch und sagen, sie würden unweigerlich zu geringeren Profiten für die Volkswirtschaft führen.
Lýsi stellt Öl aus Fischleber her, und der Exportwert des Produktes beläuft sich auf jährlich ISK 4,5 Milliarden (EUR 27 Millionen). Das Unternehmen betreibt auch umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit.
Lebertran aus der Leber von Kabeljau und anderen Fischen, in Island bekannt als lýsi, dem gleichen Namen wie dem des Unternehmens, gilt seit langem als gesunde Nahrungsergänzung und wird überall im Land täglich konsumiert, wahlweise als Öl oder in Form von Kapseln.
Pétursdóttir erklärte, bedeutende Nachfrage nach ihrem Produkt herrsche auch auf ausländischen Märkten. „Im Exportsektor könnten wir den Verkauf von Lebertran leicht verdoppeln oder verdreifachen. […] Wir können alles ankaufen, was die Fischer bereit sind, an uns weiterzugeben.”
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