Lava auf einer Fläche von Reykjavíks Altstadt Skip to content

Lava auf einer Fläche von Reykjavíks Altstadt

Die Lava aus der Holuhraun erstreckt sich nach Radarmessungen inzwischen auf über 4,5 Quadratkilometer, was etwa der Größe der Altstadt Reykjavíks entspricht (siehe Foto im Link). Fachleute schätzen die hervorgequollene Menge auf bis zu 25 Millionen Kubikmeter, berichtet ruv.is mit einem Video im Link.

Bei der Lava handelt es sich um eine plattenartige Pahoehoe-Lava, die in Island am häufigsten vorkommende Lavaform. Sie ist so dünn, daß sie nach dem Hervorquellen in Platten über den Boden läuft und zerbricht. Während sie an der Spalte nur etwa einen Meter misst, ist sie an den Kanten, wo das Material relativ rasch erkaltet, bis zu acht Meter dick, schreibt ruv.is.

Die durchschnittliche Fließgeschwindigkeit beträgt 100 Kubikmeter pro Sekunde. Im Link ist auf einem Foto zu sehen, wie weit der Lavastrom sich ausgebreitet hat, und wie er an der Nordkante in das Flußbett der Jökulsá á Fjöllum gelaufen ist.

Hier finden Sie Luftbilder vom gestrigen Erkundungsflug. Die weiße Wolke enthält keine messbaren Aschepartikel.

Der Ausbruch am Fimmvörðuháls in 2010 sei gegen das Ereignis in der Holuhraun ein Zwerg gewesen, hatte der Vulkanologe Ármann Höskuldsson gestern ruv.is gegenüber geäußert.

Gasmessungen in der Region ergaben einen hohen Gehalt an Schwefelgasen, der Aufenthalt an der Ausbruchsstelle ist damit gefährlich. Schwefeldioxid wirkt reizend auf Augen und Schleimhäute, der Zivilschutz schreibt Wissenschaftlern das Tragen von Gasmasken und Gasometern vor.

Derweil sinkt die Caldera des Bárðarbunga langsam ein, die Bebentätigkeit scheint sich zu beruhigen. Nach Ansicht des Geophysikers Páll Einarsson lässt sich das auf die Druckveränderungen in der Magmakammer unter der Eiskappe zurückführen, berichtet ruv.is.

Die Straße zum Dettifoss westlich der Jökulsá á Fjöllum wurde heute morgen für die Zufahrt zum Wasserfall freigegeben. Alle anderen Sperrungen in dem Gebiet bleiben weiterhin bestehen.

Ein Besuch der Ausbruchsstelle ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Das Geowissenschaftliche Institut Jardvisindastofnun schreibt heute morgen auf seiner facebook-Seite:

“Unsere Wissenschaftler im Gelände arbeiten in einer geschlossenen Sicherheitszone mit Erlaubnis des Zivilschutzes an ihren Forschungen im Dienste der Allgemeinheit. Sie halten sich dabei an strenge Vorschriften, das oberste Gebot ist Sicherheit bei ihrer Arbeit. Fahrzeuge etwa befinden stets in der Nähe. Giftige Gase sowie ein Gletscherlauf nach einem Vulkanausbruch unter dem Gletscher sind die größten Gefahren.”

Auf der facebook-Seite finden Sie die aktuellsten Fotos und Videos vom Ausbruch.

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