Lassen Dämme die Skaftá Region austrocknen? Skip to content

Lassen Dämme die Skaftá Region austrocknen?

Umweltministerin Sigrún Magnúsdóttir will provisorische Massnahmen ergreifen, um für die herrschende Dürre und gegen das Austrocknen von Flüssen in der Region Skaftárhreppur Abhilfe zu schaffen, berichtet RÚV. Sie glaubt, eine breitere Lösung wird dringend benötigt.

Landwirte in der südisländischen Region hatten in den vergangenen Wochen auf den Mangel an Trinkwasser und auf austrocknende Forellenbäche in der Region hingewiesen. Die Bezirksregierung bezeichnete die Lage als Notfall. Das Flüsschen Grenlækur, welches sich auf einer Liste schützenswerter Orte befindet und als einer der besten Forellenflüsse des Landes gilt, ist auf einer Länge von 10 Kilometern ausgetrocknet. Im trockenen Flussbett liegen tote Fische in Pfützen.

Eine von zwei Ministerieen gegründete Arbeitsgruppe hatte sich in den vergangenen Wochen mit dem Fall beschäftigt. In den kommenden Tagen will sie sich mit der isländischen Energiebehörde treffen, um eine befristete Erlaubnis zur Einleitung von Wasser aus der Skaftá in das Lavafeld zu erhalten.

Sigrún bezeichnet die Sache als sehr kompliziert und kontrovers.

Am vergangenen Freitag hatte Hörður Davíðsson, ein Landwirt aus der Region, zwei Zuleistungsrohre in einem Damm an der Skaftá geöffnet, die die Energiebehörde im Frühjahr geschlossen hatte.

Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts hatte die isländische Strassenadministration Dämme am Nordrand der Ringstrasse westlich von Kirkjubæjarklaustur gebaut, um die Region vor Fluten aus der Skaftá zu schützen, schreibt RÚV.

Die Landwirte machen diese Dämme für das Austrocknen der Flüsse und Quellen verantwortlich. Hörður befürchtet, dass die Massnahmen gegen die Dürre zu spät kommen. Umweltschützer halten Massnahmen für notwendig, um die Flüsse Grenlækur und Tungulækur mit Wasser zu versorgen.

Bei einer Sitzung von Umweltaktivisten und Einwohnern der Region stellte sich heraus, dass auch der Grundwasserspiegel sehr niedrig ist und dass zum ersten Mal seit 90 Jahren Kraftwerke nicht arbeiten können. Man schlug vor, die Dämme zu entfernen, weil sie den natürlichen Wasserfluss in das Lavafeld der Eldhraun unterbinden.

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