Landspítali steht vor Katastrophe Skip to content

Landspítali steht vor Katastrophe

Der Direktor des Universitätskrankenhauses Landspítali, Páll Matthíasson, ist überzeugt, dass sich der neue Haushalt, den die Regierung verabschieden will, katastophal auf das Krankenhaus auswirken wird, berichtet RÚV. In dem Haushalt ist ein Budget von 4 Mrd. ISK (34 Mio EUR) vorgesehen, das Krankenhaus hatte in der Vergangenheit jedoch mehrfach 12 Mrd. ISK (101 Mio EUR) gefordert.

Páll sagte vorgestern, dass falls der Haushaltsvorschlag durchkomme, es unweigerlich zu Kündigungen und Leistungseinschränkungen kommen werde, um im Rahmen des Budgets zu bleiben. Drei von den vier geforderten Milliarden würden in Gehaltserhöhungen und Anpassungen im Preisindex gehen.

“Wir waren ziemlich schockiert über diesen Haushaltsentwurf. Wir hatten von einem Bedarf von 12 Mrd ISK für die kommenden Jahre gesprochen, um das Krankenhaus auf vernünftige Weise am Laufen zu halten und in die Zukunft – Ausbildung, Jobs, Wissenschaft – investieren zu können, doch obwohl wir nichts dergleichen getan haben und nur das erldigt hatten was nicht warten kann, reden wir immer noch von einer Lücke von 5,3 Mrd. ISK, die wir überbrücken müssen, und das sind 10 Prozent der finanziellen Mittel, die dem Krankenhauses zukommen. Wenn das als Verschlankungsaktion gedacht war, dann ist das vergleichbar mit der schlechtesten Lage, die wir seit dem Bankenkollaps hatten.”

Páll sagte, man sei im Gespräch bezüglich der Finanzen mit den Behörden sehr deutlich gewesen. Auch von ausserhalb seien Studien hinzugekommen, die die Argumente stützten, sie zeigten auf, dass Landspítali mit weitaus weniger Geld klarkommen muss als vergleichbare Krankenhäuser in Nachbarländern. Er betonte, dass 90.000 Isländer eine Petition unterzeichnet hätten, in der die Erhöhung der finanziellen Mittel im Gesundheitswesen gefordert wird. Im Wahlkampf hatten noch alle Politiker auf die Notwendigkeit gepocht, das isländische Gesundheitswesen mit mehr Geld auszustatten.

“Das war der Nation wichtig. Daher kommt dies [[der Haushaltsentwurf] als grosse Überraschung, verglichen mit all dem [Gerede]. Und es ist klar, dass die Leute, die den Haushaltsentwurf vorlegen, nicht zugehört haben.” klagte Páll.

Im Universitätskrankenhaus gibt es mehr als 5000 Mitarbeiter, mehr als 100.000 Patienten gehen jährlich durch die Aufnahme. Es gibt, so Páll, so gut wie keinen Spielraum für eine Verschlankung. Diese könne nur durch Leistungseinschränkungen erfolgen.

“Wenn dieser Haushaltsentwurf verabschiedet wird, bedeutet das schlicht und ergreifend ein Disaster.” sagte Páll. Es würde Massenentlassungen bedeuten, und Politiker müssten entscheiden, welchen Teil der angebotenen Leistungen gestrichen werden müssen.

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